Politik & Gesellschaft

 

Die Frage nach Krieg und Frieden geht weit über militärische Konflikte hinaus. Für den inneren Frieden unserer Gesellschaft ist zum Beispiel auch wichtig, wie Politiker:innen mit unseren Daten umgehen, inwieweit sie Bürger:innen an Entscheidungen beteiligen und was wir aus der Geschichte lernen. Zu solchen Themen bieten wir Diskussionsveranstaltungen, Bildungsurlaube und Vorträge an.
>> Fotos und weitere Informationen über die Kursleiter:innen finden Sie in der Rubrik Dozentinnen & Dozenten.

 

 

Politik & Gesellschaft - allgemeines Programm

 

Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar in der Antoniterkirche

Do 27.01.2022 / 18.00 – 19.30 Uhr / Ort wird noch bekanntgegeben / Eintritt frei / Kurs 85-A2

Am Jahrestag der 77-jährigen Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz gedenken wir der das KZ überlebenden Kölnerinnen und Kölner. In diesem Jahr legen wir einen Schwerpunkt auf die Kölner Gesundheitspolitik während der NS-Diktatur. Die Nationalsozialisten konnten an die Tendenzen anknüpfen, die in der Weimarer Zeit in der Ärzteschaft kursierten. Ein Beispiel dafür ist der Kölner Behördenleiter Dr. Carl Coerper.

Das Schicksal der jüdischen Ärztin Erna Rüppel, die als «Krankenheilerin» am Israelitischen Krankenhaus in Ehrenfeld arbeiten musste, wird dargestellt.

 

 

Rosa Luxemburg - Der Preis der Freiheit

Eine Filmdokumentation von Inga Wolfram (2019, Arte, 55 Min.)

Mo 07.03.2022 / 19.00 – 21.30 Uhr / VHS-Forum im Rautenstrauch-Joest-Museum am Neumarkt, Cäcilienstraße 29-33, 50667 Köln / 2 Ustd/ Teilnahme kostenlos / Anmeldung erforderlich / Kurs 85-L2

Inga Wolfram . Rosa Luxemburg als Ikone der sozialistischen Bewegung ist weltweit bekannt. Ihre überzeugende Kapitalismuskritik war der Motor für ihre journalistische und politische Arbeit.

Die brillant komponierte Filmdokumentation zeigt zentrale Lebensorte und unterschiedliche Lebensphasen Rosa Luxemburgs. Erzählungen bekannter Persönlichkeiten geben Einblicke in das vielschichtige Leben der Revolutionärin.

Inga Wolfram, Regisseurin zahlreicher Filme, Autorin und Journalistin und Dr. Jörn Schütrumpf, Historiker, Autor und Verleger führen anschliessend ein Podiumsgespräch.

Moderation: Dr. Eva Bockenheimer, Philosophin

Es kooperieren: VHS Köln, Kölner Frauengeschichtsverein, Rosa Luxemburg Stiftung, Friedensbildungswerk Köln

Bitte melden Sie sich aufgrund der CoronaSchutzVerordnung mit vollständigen Daten an unter vhs-gesellschaft@stadt-koeln.de oder telefonisch: 0221 – 25990.

 

 

Zu viel für ein Leben? Emma Goldman – eine umstrittene Ikone

Di 26.04.2022 / 19.30 – 21.45 Uhr / Friedensbildungswerk Obenmarspforten 7-11, 50667 Köln / 3 Ustd / Anmeldung erforderlich / Kurs 85-F2

Portraitfoto Emma Goldmann
Emma Goldman

Irene Franken . Emma Goldman, aus Russland stammende, jüdisch sozialisierte Verfechterin der freien Liebe, ist bis heute die weltweit bekannteste Anarchistin. Die Fabrikarbeiterin vertrat im amerikanischen Exil zunächst den gewalttätigen Kampf gegen Ausbeutung und Unrecht. Sie kam mehrfach wegen «Anstiftung zum Aufruhr» ins Gefängnis, verfolgte dennoch weiter ihren Kampf für die Freiheit der Rede und Geburtskontrolle. Ungewollt Kosmopolitin kämpfte die Anarchistin an vielen Fronten, wirkte noch mit 67 Jahren als Rednerin für die Ziele des Spanischen Bürgerkriegs. Die Atheistin gilt vielen heutigen Feministinnen als Ikone der Frauenemanzipation – zu Recht? Am 4. Mai 1886 wurde Emma Goldmann politisch erweckt.

Irene Franken ist studierte Pädagogin und Freie Historikerin, arbeitet in der Erwachsenenbildung (u.a. Lehrbeauftragte an der Kölner Universität), und als Stadtführerin. Sie ist Mitbegründerin und Aktive des Kölner Frauengeschichtsvereins und wollte selbst mehr über Emma Goldman wissen.

zur Anmeldung

 

 

Die Veranstaltung wurde auf Mai 2022 verschoben.

Heimat Neubauquartier

Mai 2022 /10.00 – 17.00 Uhr / 8 UStd. / Ort wird noch bekanntgegeben / Preis 180 (150) Euro für Tagung incl. Tagungsgetränke und Kaffee od. Tee mit Kuchen (ohne Mittagstisch) / Anmeldung erforderlich / Kurs 85-N1

  • Finden Neubürger:innen Anschluss an die Altbürger:innen?
  • Finden sie untereinander Kontakt?
  • Wie kann die soziale Ebene in der Planung und Realisierung von Projekten unterstützt werden, um Konflikte zu vermeiden?
  • Kann eine umwelt- und klimagerechte Einbettung in die Landschaft gelingen?

Solche und ähnliche Fragen werden bei der Planung und Realisierung von Quartieren früher oder später auftreten. Manchmal treten sie auch erst viele Jahre nach der Realisierung offen zu Tage, etwa durch Medienberichte. Welche Bilder werden erzeugt und stimmen sie mit den Bildern der Menschen vor Ort überein?

Die Veranstaltung geht den Fragen nach und lässt lokale Akteur:innen zu Wort kommen und bringt unterschiedliche Perspektiven von Planenden und Forschung zusammen.

Stadtplanende, Architekt:innen und andere mit der Konzeption von Neubaugebieten befasste Personen arbeiten in der Regel ohne Rückkopplung mit dem Vorhandenen.

Veranstalter: Friedensbildungswerk Köln e.V. in Zusammenarbeit mit der Stadtplanerin und Mediatorin Friedericke Schweers (BKI GmbH, Aachen) und dem Planer Dr. Thomas Baum (VSU gmbH, Herzogenrath) durchgeführt.

Die Veranstaltung ist von der Architektenkammer NRW als Fortbildungsveranstaltung von 4 Unterrichtsstunden zu 45 Minuten für Mitglieder der Architektenkammer NRW mit Fachrichtung Architektur, Landschaftsarchitektur und Stadtplanung anerkannt.

>> Den Flyer zu dieser Veranstaltung finden Sie hier

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Regelmäßige Veranstaltungen:

 

 

Neue Arbeit – vor Ort in Köln-Mülheim
Jeden Mittwoch / 09.00 – 12.00 Uhr
INA, Düsseldorfer Straße 74, Köln-Mülheim / Teilnahme kostenlos / Kurs 85-I1

Heinz Weinhausen. «Neue Arbeit» steht für selbstbestimmtes, gemeinwesenorientiertes, umweltverträgliches Wirtschaften und Arbeiten. Die Sozialistische Selbsthilfe Mülheim (SSM) praktiziert dies seit mehr als 30 Jahren. Bei ihren wöchentlichen Gesprächskreisen berichtet und diskutiert die SSM über Aktivitäten und Perspektiven.

 

 

Wider die deutsche Bildungskatastrophe!
Diskussionsreihe des AK Bildung & Erziehung von Attac Köln

Jeden 2. & 4. Mittwoch im Monat / 20.00 - 22.15 Uhr

Alte Feuerwache, Köln-Agnesviertel / Teilnahme kostenlos / Kurs 85-P2

Oswald Pannes. Der Arbeitskreis Bildung&Erziehung von attac Köln – AK:BE – befasst sich über die ständige kritische Analyse des bildungspolitischen Geschehens in Deutschland hinaus in diesem Trimester schwerpunktmäßig mit der Schulentwicklung in Köln. Sie weist einen enormen Rückstand in der Gesamtschulversorgung auf, dem ein priorisierter Ausbau der Gymnasien über den Bedarf hinaus entgegensteht.

 

 

Bewegte Welt

 

Kritische Einschätzungen zum Koalitionsvertrag

Kritische Einschätzungen zum Koalitionsvertrag aus der Friedensbewegung wie z. B.:

>> pzkb.de/einsatz-fuer-ruestungsexportkontrollgesetz/

>> pzkb.de/koalitionsvertrag-wegweisender-klimaschutz-mit-militaer-und-atomenergie-unvereinbar/

>> dfg-vk.de/koalitionsvertrag-wenig-lichtblicke-viel-kritik/

 

Rechtspopulismus

Die Gefahr des Rechtspopulismus wahrnehmen und Gegenstrategien entwickeln war das Thema des AGDF Jahrestreffens Ende September. Das Friedensbildungswerk ist Mitglied in der Aktionsgemeinschaft Evangelische Friedensdienste. >> Pressemitteilung als PDF

 

Covid-19

Informationen zu Covid-19 in leichter Sprache und in anderen Sprachen sind vom «Kompetenzzentren Selbstbestimmt Leben (KSL) Köln» auf deren Website zusammengestellt.

Wir haben einige interessante Artikel zum Nachlesen gesammelt:

Ein Blick in die Geschichte der Seuchen und deren Umgang. Es wird deutlich, wie die Sicherheitslogik und Abgrenzung dominiert, während der friedenslogische Umgang nicht beachtet wird. >> https://taz.de/Historiker-Malte-Thiessen/

«Freiheit und Pandemie» – eine Erinnerung an das Leben danach. Am 17.03.2020 hat der Kölner Politikwissenschaftler Eric Flügge einen guten Text geschrieben. Das PDF hier >> Freiheit und Pandemie

Mit zweierlei Maß – warum bei Covid-19 der Ausnahmezustand herrscht und Staaten beherzt handeln – aber angesichts der globalen Klimakrise untätig bleiben. >> taz.de/Corona-und-Klima. Fabian Schneider kommentierte in der Taz am 30.03.2020 die Untätigkeit aller Regierung beim Klimaschutz.

 

11 Frauen, 11 Filme, 11 Lesungen

11 Frauen, 11 Filme, 11 Lesungen von Kölner Autorinnen. Zusammengestellt vom Frauengeschichtsverein, zu finden unter www.youtube.com.

 

Aufarbeitung Atommüll

Auf der Tagung der evangelischen Akademie Loccum zur Endlagersuche für den Atommüll im Juni 2017 hat Roland Schüler einen Vortrag zur Vergangenheitsbewältigung gehalten. Der Text wird demnächst im Tagungsband erscheinen. >> Hier vorab das PDF

Im Rahmen der Ringvorlesung war Roland Schüler an der FU Berlin zu Gast: >> Mehr im Flyer-PDF / >> Die Präsentation als PDF

Im September 2020 mahnen Mediator:innen einen tragfähigen Konsens bei der Suche nach einem Atommülllager-Standort an. Gerade wurde die Karte der potentiellen Lagerstätten veröffentlicht. Der Bundesverband Mediation und der Förderverein Mediation im öffentlichen Bereich haben eine Stellungnahme veröffentlicht >> Hier als PDF.

>> Eine kritische Bewertung auch im Forschungsjournal «Soziale Bewegungen»

>> Stellungnahme des Nationalen Begleitgremiums zur Beteiligung der Öffentlichkeit hier
www.nationales-begleitgremium.de

Eine Gruppe von Mediator:innen hat die Beteiligung am aktuellen Standort-Suchverfahren bewertet und distanziert sich in einem offenen Brief >> hier als PDF

#konrad_gameover. Eine Unterschriftenkampagne, damit die Genehmigung für Schacht Konrad aufgehoben wird, da die Lagerung von Atommüll dort nicht sicher ist. >> Alle aktuellen Informationen unter www.konrad-gameover.de

 

 

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