Politik & Gesellschaft

 

Die Frage nach Krieg und Frieden geht weit über militärische Konflikte hinaus. Für den inneren Frieden unserer Gesellschaft ist zum Beispiel auch wichtig, wie Politiker:innen mit unseren Daten umgehen, inwieweit sie Bürger:innen an Entscheidungen beteiligen und was wir aus der Geschichte lernen. Zu solchen Themen bieten wir Diskussionsveranstaltungen, Bildungsurlaube und Vorträge an.
>> Fotos und weitere Informationen über die Kursleiter:innen finden Sie in der Rubrik Dozentinnen & Dozenten.

 

 

Politik & Gesellschaft - allgemeines Programm

 

So geht Wahl - ein Seminar zur Bundestagwahl

Di 24.08.2021 / 14.00 – 17.00 Uhr / 4 UStd. mit Pause / Jugendgästehaus Köln Riehl / Teilnahme kostenlos / Anmeldung erforderlich! / Kurs 84-W2

Illustration © Lutz Kasper

Ellen Romberg-Hoffmann, Roland Schüler . Im Herbst dürfen viele Menschen wählen. In Deutschland wird der Bundestag gewählt. Der Bundestag entscheidet über viele Gesetze. Die Gesetze bestimmen unser Leben. Und über das Geld, das der Staat für uns alle ausgibt. Und wohin Soldaten geschickt werden. Und über vieles mehr.

Der Bundestag ist deshalb ganz wichtig.

Menschen aus verschiedenen Parteien stellen sich zur Wahl. Wenn sie gewählt sind, sitzen sie im Bundestag in Berlin. Und dann entscheiden sie über wichtige Dinge.

Die im Bundestag gewählten Menschen wählen den Bundeskanzler oder die Bundeskanzlerin. Er oder sie ernennt dann die Minister und Ministerinnen. Zusammen sind sie die Bundesregierung.

Wir erklären die Wahl. Wie sie funktioniert. Und wen man wählen kann. Wir beantworten alle Fragen. Wir machen Sie fit für die Wahl!

Ellen Romberg-Hoffmann vom Kompetenzzentrum Selbstbestimmtes Leben Köln und Roland Schüler, Politiker in Köln leiten das Seminar.

Ein gemeinsames Seminar vom Kompetenzzentrum Selbstbestimmtes Leben und dem Friedensbildungswerk.

Bitte unbedingt anmelden!

zur Anmeldung

Bitte geben Sie Bescheid, wenn Sie einen persönlichen Unterstützungsbedarf haben (durch Gebärdendolmetscher:in oder Schriftdolmetscher:in).

 

Buchvorstellung : Zelle B-28 – als politische Geisel in Istanbul

Do 26.08.2021 / 19.30 – 21.45 Uhr / Ruffactory Marienstraße 71-73 in Köln Ehrenfeld, U-Bahn Bahnhof Ehrenfeld / 3 Ustd / Kostenbeitrag erbeten / Kurs 84-D2 / Anmeldung erforderlich

Buchcover «Zelle B-28»

Adil Demirci . Am 13. April 2018 ist Adil Demirci in der Türkei verhaftet worden. Dort war er mit seiner schwer erkrankten Mutter auf Verwandtschaftsbesuch. Demirci saß wie auch Can Dündar, Peter Steudtner und Deniz Yücel in der Haftanstalt «Nummer 9» in Silivri. Im Februar 2019 kam Demirci nach 10 Monaten Haft wieder frei, aber zunächst bestand ein Ausreiseverbot. Erst nach dem Tod der Mutter im Juni 2019 hob das Gericht die Ausreisesperre auf und Demirci durfte zur Beerdigung nach Deutschland anreisen. Wie so häufig bei Regierungskritikern und Oppositionellen lautet auch bei Adil Demirci der Vorwurf der türkischen Justiz: Mitgliedschaft in einer terroristischen Organisation.
Adil Demirci berichtet und ordnet das Vorgehen des türkischen Staates ein.

Adil Demirici hat ein Buch geschrieben, welches wir zusammen mit dem Buchsalon Ehrenfeld Ende Juni/Anfang Juli in Köln-Ehrenfeld vorstellen werden.

Adil Demirci ist ein deutsch-türkischer Sozialwissenschaftler und freier Journalist aus Köln. Er arbeitet derzeit beim Internationalen Bund (IB) als Sozialarbeiter und ist Betriebsratsmitglied sowie langjähriger Gewerkschafter bei Ver.di.

>> Ein Bericht von Adil Demerci über die aktuellen Prozesse und die Kölner:innen hier als PDF

zur Anmeldung

 

 

 

«Now» – ein Film for Climate Justice

So 29.08.2021 / Matinee im Odeon Kino, Severinsstraße 81 in der Kölner Südstadt

Foto © W-Film Pressebild

«NOW» von Jim Rakete ist der Film für die ersehnte grüne Wende! In seinem engagierten Kinodebüt trifft der berühmte Kult-Fotograf auf Generation Greta. Gleich sechs junge Klimaaktivist*innen melden sich hier zu Wort, darunter Luisa Neubauer (Fridays for Future), Felix Finkbeiner (Plant for the Planet) und Nike Mahlhaus (Ende Gelände). Warum sind sie Aktivist*innen geworden? Was steht auf dem Spiel? Die von Drehbuchautorin Claudia Rinke erdachte Doku stachelt zur Nachahmung an. Ganz bewusst – damit die Jugend von heute auch morgen eine Zukunft hat. Support gibt's von Punk-Legende Patti Smith, Autorenfilmer Wim Wenders und vielen mehr.

Das Friedensbildungswerk ist Kooperationspartner von W-Film.

>> Der Trailer auf youtube.com

 

 

 

18. Afrika Film Festival in Köln

vom Do 16.09. – So 26.09.2021

Das Friedensbildungswerk ist auch dieses Jahr wieder Kooperationspartner vom Afrika Film Festival Köln. Folgende Filme werden wir präsentieren.

Die Termine der Vorführung sind noch nicht festgelegt.

>> Alle aktuellen Informationen unter afrikafilmfestivalkoeln.de

 

I AM SAMUEL
Regie: Pete Murimi; Kenia 2020; OF engl./ Kisuaheli m. engl. UT; 67 min.

Samuel wächst auf einer Farm in Kenia auf und sehnt sich nach einem anderen Leben, da in seinem Heimatdorf auf alte Traditionen großer Wert gelegt wird. Der junge Mann zieht nach Nairobi, wo er in einer Gemeinschaft von anderen queeren Männern Zugehörigkeit findet. Dort lernt er auch Alex kennen und die beiden verlieben sich. Ihre Liebe wächst, obwohl die kenianischen Gesetze alle kriminalisieren, die sich als LGBTQI+ outen, und die beiden regelmäßig Gewalt und Ablehnung erfahren. Samuels Vater, ein Prediger in der örtlichen Kirche, versteht nicht, warum sein Sohn immer noch nicht verheiratet ist, und Samuel muss sich mit dem sehr gefährlichen Risiko auseinandersetzen, dass die Wahrheit über seine Identität ihn die Akzeptanz seiner Familie kosten könnte.

 

NARDJES A.
Regie: Karim Aïnouz; Algerien 2020; OF Arab./Frz. m. engl. UT; DCP; 80 min.     
Algier, 8. März 2019. NARDJES A., eine junge Aktivistin, ist Teilnehmerin an einer Demonstration anlässlich des Weltfrauentags. Der Marsch durch die Stadt versteht sich als Teil des „Hirak“, einer Bewegung, die entstand, als sich der greise Präsident Abdelaziz Bouteflika im Februar 2019 dazu entschied, sich erneut – und damit für ein fünftes Mandat – zur Wahl zu stellen. Die anfangs punktuelle Bewegung verwandelt sich zunehmend in eine Revolution, die den Rücktritt des Präsidenten und die radikale Veränderung des politischen Systems fordert Mit seinem Smartphone folgt der Regisseur Nardjes einen Tag lang. Bei den Vorbereitungen zur Demonstration bis zum Eintauchen in die Menge, dort wo die Emotionen ihren Höhepunkt erreichen, ist er dabei und präsentiert damit Bilder vom Anfang der Revolution. Die Smartphone-Kamera des Filmemachers zeigt eine vor allem von Jugendlichen getragene Bewegung. Diese Bewegung ist gleichzeitig Abbild der algerischen Gesellschaft, in der das Alter der meisten Menschen unter 25 Jahren liegt.  Geprägt durch die Geschichte ihres Landes sind sie entschlossen, ihr Schicksal selbst wieder in die Hand zu nehmen.

 

PAS D'OR POUR KALSAKA (NO GOLD FOR KALSAKA)                                  
Regie: Michel K. Zongo; Burkina Faso/Deutschland 2019; OF frz./Mooré m. dt. UT; DCP; 80 min.
Der Dokumentarfilm-Regisseur Michel K. Zongo erzählt mit PAS D'OR POUR KALSAKA eine moderne und neokoloniale Geschichte des Goldrauschs in Burkina Faso im Westernstyle. 160 Kilometer nördlich von Ouagadougou liegt das Dorf Kalsaka, das den Goldrausch erlebt hat und bis heute dessen Konsequenzen trägt. Nachdem der burkinische Staat 2006 einen Vertrag mit einer britischen Minenkompanie unterzeichnete, sollten unter der sogenannten „Kalsaka Mining SA“ innerhalb von zehn Jahren rund 18 Tonnen Gold abgebaut werden. Die Einwohner*innen der Region, die in erster Linie von der Landwirtschaft leben, erhielten Abfindungen für die Abtretung  ihres Landes. 2013 wurde die Mine geschlossen. Sie hinterließ unerfüllte Versprechen aber vor allem eine soziale und ökologische Katastrophe. Wie schon in seinen vorherigen Filmen ist auch in dieser Dokumentation Zongos Arbeitsweise deutlich sichtbar: Er und seine Kamera sind stets Teil des Geschehens.

 

LES ÉPOUVANTAILS (THE SCARECROWS) 
Regie: Nouri Bouzid; Tunesien/Marokko/Luxemburg 2019; OF Arab. m. engl. UT; DCP; 98 min.
Der Film porträtiert das Schicksal zweier junger Frauen, die von der syrischen IS-Front nach Tunesien zurückkehren. In Syrien wurden sie festgenommen und vergewaltigt und als Rückkehrerinnen müssen sie jetzt mit diesen Traumata leben.  Von der tunesischen Regierung und ihren Bekannten erhalten sie keine Unterstützung. An den Rand der Gesellschaft gedrängt, erhalten sie jedoch Hilfe von der Anwältin Nadia und der Ärztin Dora, um sich wieder in das alltägliche Leben zu integrieren. Mit diesem eindrucksvollen Film über die Unterdrückung von Frauen hält Nouri Bouzid dem Teil der tunesischen Gesellschaft einen Spiegel vor, der die Betroffenen zu Opfern macht, sie zu Parias degradiert und auf niederträchtige Weise demütigt.

 

 

 

Das neue Versammlungsrecht in der Kritik

Di 28.09.2021 / 19.00 – 21.00 Uhr / 3 Ustd / Melanchthon-Akademie, Karthäuser Wall 24b in 50678 Köln / Teilnahme kostenlos / Anmeldung erforderlich! / Kurs 84-V1

Foto von Versammlung

Jasper Prigge . Versammlungen sind ein Stück ungebändigte Demokratien. Versammlungen sind ein hohes Gut der Demokratie. Deshalb sind Versammlungen durch das Grundgesetz besonders geschützt. Dennoch versucht die Landesregierung NRW zum zweiten Mal das Versammlungsgesetz zu verschärfen und deutlich einzuschränken. Jasper Prigge, bewertet den Ausbau der Kamera-Überwachung und die Kriminalisierung von gewaltfreien Blockadetrainings als massive Grundrechtseingriffe. Er kann aus dem Gesetzesentwurf nachweisen, dass die Landesregierung Versammlungen als Gefahr ansehe und nicht als elementares Recht mit rücksichtsvollen Beschränkungen durch den Staat und die Polizei.

Er wird an diesem Abend die Bedeutung des Versammlungsrechts nach dem Grundgesetz Art.8 herausstellen und die Kritik am Gesetzentwurf aufzeigen.

Jasper Prigge ist Rechtsanwalt in Düsseldorf und Experte in Sachen Versammlungsrecht. Er war schon öfter als Referent in unserem Hause.

Eine gemeinsame Veranstaltung von Melanchthon-Akademie und Friedensbildungswerk Köln.

zur Anmeldung

 

 

 

Abschied von der Albert-Richter-Radrennbahn – Willkommen Albert-Richter-Velodrom und Ernst-Berliner-Platz

Do 30.09.2021 / 19.00 Uhr / Radstadion Köln Müngersdorf / Teilnahme kostenfrei / Kurs 84-R4

Der Abschied der Albert-Richter-Bahn im Radstadion Köln-Müngersdorf muss begangen werden. 1994 wurde durch eine Bürgerinitiative erreicht, dass wenigstens die neue Radrennbahn im Radstadion nach Albert Richter benannt wird. Albert Richter war und ist ein Sportidol aus den 20er Jahren. Durch seine Zivilcourage verweigerte er sich dem Nationalsozialismus und wurde am 02.01.1940 im Gefängnis in Lörrach ermordet aufgefunden. Nun wird das Radstadion umgebaut und die Radrennbahn abgebaut. Doch es entsteht etwas Neues:

Das Albert-Richter-Velodrom am Ernst-Berliner-Platz in Köln-Müngersdorf. Im Jahre 2021 haben sich wiederum Bürger:innen zusammengefunden, um den Namen Albert Richter für das umgebaute Radstadion zu fordern. Dem folgte die Politik. Zugleich wurde an seinen Trainer und Freund Ernst Berliner erinnert. Er wäre dieses Jahr 80 Jahre alt geworden und durfte als Kölner Jude im Nationalsozialismus nicht mehr als Trainer arbeiten. Er floh mit seiner Familie in die Niederlande und dort konnte er weiterhin Albert Richter trainieren und betreuen.

Geplant sind Radrennen und Gesprächsrunden zu Albert Richter und Ernst Berliner.
Wir zeigen den Film „Tigersprung“ über die Suche von Ernst Berliner nach Gerechtigkeit von Boaz Kaizmann und Marcus Seibert. Besonderer Höhepunkt ist der NRW-Landespreisträger des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten.

Schirmfrau: Cornelia Weitekamp, Bezirksbürgermeisterin Köln Lindenthal.

Eine Veranstaltung der Initiative Albert-Richter-Velodrom in Zusammenarbeit mit dem Friedensbildungswerk und der Filmpalette Köln.

>> In einem Podcast spricht unser Geschäftsführer Roland Schüler über Albert Richter und Ernst Berliner.
[0:00:16] Begrüßung [0:06:26] Roland Schüler über Radstadionumbenennung in Köln [0:48:56]
>> Zum Podcast: podcasts.apple.com/albert-richter-ernst-berliner

Weitere gute Informationen auf wikipedia:
>> wikipedia.org/wiki/Albert_Richter_(Radsportler)
>> wikipedia.org/wiki/Ernst_Berliner_(Radsportmanager)

 

 

 

1941 Beginn der Deportationen der jüdischen Menschen in Köln – Gedenkveranstaltung

So 03.10.2021 / 11.00 Uhr / Gedenkort Deportationslager in Köln-Müngersdorf, Walter-Binder-Weg / Teilnahme kostenfrei / Kurs 84-D1

Im Herbst 1941 begannen die Deportationen von jüdischen Menschen in Köln. Nach jahrelanger Ausgrenzung erfolgte der nächste Schritt. Die Menschen jüdischen Glaubens wurden in sogenannte «Judenhäuser» oder ins neu errichtete Deportationslager in Köln Müngersdorf eingewiesen. Von dort begann dann über das Messelager in Köln-Deutz der Transport in die Vernichtungslager.

80 Jahre danach findet in Köln-Müngersdorf eine Gedenkveranstaltung vom Bürgerverein Müngersdorf, dem EL-DE-Haus Verein und dem Friedensbildungswerk statt.

>> Zum Gedenkort Deportationslager findest Du weitere Informationen unter https://www.buergerverein-koeln-muengersdorf.de/ortsgeschichte/gedenkort-deportationslager/

 

 

Wie politisch ist das Private? Hannah Arendt und die «Frauenfrage»

Do 14.10.2021 / 19.30 – 21.45 Uhr / Friedensbildungswerk / 3 Ustd / Kostenbeitrag erbeten / Kurs 84-F2 / Anmeldung erforderlich

Kira Lizza . «Das Private ist politisch» lautete ein bekannter Slogan der neuen Frauenbewegung. Was wäre verkehrt daran, wenn das Private unpolitisch wäre? Anhand von Hannah Arendts Auseinandersetzung mit der sogenannten Frauenfrage und ihrem Freiheitsbegriff diskutiert Kira Lizza das Verhältnis von Öffentlichkeit und Privatleben.
Hannah Arendt feiert heute ihren 115. Geburtstag.

Kira Lizza ist Projektleiterin im Haus der FrauenGeschichte Bonn und im Frauennetzwerk für den Frieden aktiv.

Eine Veranstaltung vom Kölner Frauengeschichtsverein mit dem Friedensbildungswerk.

Anmeldung erforderlich!

 

 

Hannah Arendt

Film von Margarethe von Trotta

So 17.10.2021 / 11.00 – 13.30 Uhr / Kölner Kino / 1 Ustd / Kinoeintritt Kostenbeitrag erbeten / Kurs 84-F22 / Anmeldung erforderlich

Die Verfilmung des Lebens von Hannah Arendt mit der Hauptdarstellerin Barbara Sukowa hat viel Aufmerksamkeit gefunden. Ein Schwerpunkt des Films ist die journalistische Arbeit von Hannah Arendt beim Prozess des NS-Verbrechers Adolf Eichmann in Israel.

Eine kurze Einführung in das Leben von Hannah Arendt wird vom Frauengeschichtsverein gegeben.

Eine Veranstaltung des Kölner Frauengeschichtsvereins und Friedensbildungswerks zusammen mit der Off-Kino-Betriebs-GmbH.

Anmeldung erforderlich!

 

 

Eiszeit mit Russland?

Zu den Herausforderungen der deutsch-russischen Beziehungen

Mi 27.10.2021 /19.00 – 21.45 Uhr / Neuer Ort: FORUM Volkshochschule im Museum am Neumarkt, Cäcilienstraße 29-33, 50667 Köln-Neumarkt / 3 Ustd / Eintritt frei / Kurs 84-E1 / wegen Corona Anmeldung erforderlich unter vhs-gesellschaft@stadt-koeln.de

© Superbass / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

Gabriele Krone-Schmalz . Die renommierte Journalistin, Historikerin und frühere ARD-Korrespondentin in Moskau, Prof. Dr. Gabriele Krone-Schmalz, analysiert das derzeitige Verhältnis zu Russland und geht der Frage nach, welche Rolle die erweiterte EU und die USA dabei spielen. Sie berichtet über die innere Entwicklung in Russland mit all ihren Widersprüchen und versucht Wege aufzuzeigen, wie eine Entspannungspolitik aussehen könnte.

Eine Veranstaltung der VHS Köln in Kooperation mit dem Städtepartnerschaftsverein Köln-Wolgograd e.V., ver.di Köln-Bonn-Leverkusen, Kölner Friedensforum, Lutherkirche Südstadt, Friedensbildungswerk

zur Anmeldung

>> Zum 80. Jahrestags des Überfalls auf die Sowjetunion ein taz-dossier taz.de/Dossier-80-Jahre-Ueberfall-auf-die-SU

 

 

Rosa Luxemburg - Der Preis der Freiheit

Eine Filmdokumentation von Inga Wolfram (2019, Arte, 55 Min.)

Mi 03.11.2021 / 19.00 – 21.30 Uhr / VHS-Forum im Rautenstrauch-Joest-Museum am Neumarkt, Cäcilienstraße 29-33, 50667 Köln / 2 Ustd/ Teilnahme kostenlos / Anmeldung erforderlich / Kurs 84-L1

Inga Wolfram . Rosa Luxemburg als Ikone der sozialistischen Bewegung ist weltweit bekannt. Ihre überzeugende Kapitalismuskritik war der Motor für ihre journalistische und politische Arbeit.

Die brillant komponierte Filmdokumentation zeigt zentrale Lebensorte und unterschiedliche Lebensphasen Rosa Luxemburgs. Erzählungen bekannter Persönlichkeiten geben Einblicke in das vielschichtige Leben der Revolutionärin.

Inga Wolfram, Regisseurin zahlreicher Filme, Autorin und Journalistin und Dr. Jörn Schütrumpf, Historiker, Autor und Verleger führen anschliessend ein Podiumsgespräch.

Moderation: Dr. Eva Bockenheimer, Philosophin

Es kooperieren: VHS Köln, Kölner Frauengeschichtsverein, Rosa Luxemburg Stiftung, Friedensbildungswerk Köln

Bitte melden Sie sich aufgrund der CoronaSchutzVerordnung mit vollständigen Daten an unter vhs-gesellschaft@stadt-koeln.de oder telefonisch: 0221 – 25990.

 

 

Zu viel für ein Leben? Emma Goldman – eine umstrittene Ikone

Termin Winter 2022 / 19.30 – 21.45 Uhr / Friedensbildungswerk Obenmarspforten 7-11, 50667 Köln / 3 Ustd / Anmeldung erforderlich / Kurs 85-F1

Portraitfoto Emma Goldmann
Emma Goldman

Irene Franken . Emma Goldman, aus Russland stammende, jüdisch sozialisierte Verfechterin der freien Liebe, ist bis heute die weltweit bekannteste Anarchistin. Die Fabrikarbeiterin vertrat im amerikanischen Exil zunächst den gewalttätigen Kampf gegen Ausbeutung und Unrecht. Sie kam mehrfach wegen «Anstiftung zum Aufruhr» ins Gefängnis, verfolgte dennoch weiter ihren Kampf für die Freiheit der Rede und Geburtskontrolle. Ungewollt Kosmopolitin kämpfte die Anarchistin an vielen Fronten, wirkte noch mit 67 Jahren als Rednerin für die Ziele des Spanischen Bürgerkriegs. Die Atheistin gilt vielen heutigen Feministinnen als Ikone der Frauenemanzipation – zu Recht? Am 4. Mai 1886 wurde Emma Goldmann politisch erweckt.

Irene Franken ist studierte Pädagogin und Freie Historikerin, arbeitet in der Erwachsenenbildung (u.a. Lehrbeauftragte an der Kölner Universität), und als Stadtführerin. Sie ist Mitbegründerin und Aktive des Kölner Frauengeschichtsvereins und wollte selbst mehr über Emma Goldman wissen.

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Orte der Demokratie

Präsentation der Kölner App zum virtuellen Stadtspaziergang

Mitte November / NS-Dokumentationszentrum, Appellhofplatz 23-25, Köln-Innenstadt / Kostenfrei / Kurs 84-O2

Wolfgang Uellenberg van-Dawen . Auf Initiative des Vereins EL-DE-Haus e.V. wurde eine App «Orte und Wege der Demokratie in Köln – ein virtueller politischer Stadtspaziergang durch Köln» entwickelt. Zur Erstellung der Inhalte haben sich Studierende des Fachs Geschichte an der Universität zu Köln intensiv mit der Geschichte und der demokratischen Tradition Kölns befasst.

Die App soll allen Menschen in Köln einen informativen virtuellen Spaziergang durch die Kölner Freiheits- und Demokratiegeschichte von 1789 bis heute ermöglichen. Damit wird ein Defizit behoben. Denn demokratische Traditionen in Deutschland – und damit auch in Köln – wurden bisher in den sozialen Medien nicht ausreichend dargestellt und gewichtet. Auch sonst sind Orte der Demokratie in Köln unbekannt.

Mit der App bietet sich die ideale Gelegenheit Köln zu erkunden und die Stadt auf eine neue interessante und historische Weise wahrzunehmen.

An diesem Tag wollen wir die App und die Wege der Demokratie öffentlich vorstellen.

Eine gemeinsames Projekt und Veranstaltung vom EL-DE-Haus-Verein e.V. mit dem Frauengeschichtsverein, dem Centrum Schwule Geschichte und dem Friedensbildungswerk Köln.

Alles weitere demnächst hier.

 

Die Veranstaltung wurde auf Mai 2022 verschoben.

Heimat Neubauquartier

Mai 2022 /10.00 – 17.00 Uhr / 8 UStd. / Ort wird noch bekanntgegeben / Preis 180 (150) Euro für Tagung incl. Tagungsgetränke und Kaffee od. Tee mit Kuchen (ohne Mittagstisch) / Anmeldung erforderlich / Kurs 83-N1

  • Finden Neubürger:innen Anschluss an die Altbürger:innen?
  • Finden sie untereinander Kontakt?
  • Wie kann die soziale Ebene in der Planung und Realisierung von Projekten unterstützt werden, um Konflikte zu vermeiden?
  • Kann eine umwelt- und klimagerechte Einbettung in die Landschaft gelingen?

Solche und ähnliche Fragen werden bei der Planung und Realisierung von Quartieren früher oder später auftreten. Manchmal treten sie auch erst viele Jahre nach der Realisierung offen zu Tage, etwa durch Medienberichte. Welche Bilder werden erzeugt und stimmen sie mit den Bildern der Menschen vor Ort überein?

Die Veranstaltung geht den Fragen nach und lässt lokale Akteur:innen zu Wort kommen und bringt unterschiedliche Perspektiven von Planenden und Forschung zusammen.

Stadtplanende, Architekt:innen und andere mit der Konzeption von Neubaugebieten befasste Personen arbeiten in der Regel ohne Rückkopplung mit dem Vorhandenen.

Veranstalter: Friedensbildungswerk Köln e.V. in Zusammenarbeit mit der Stadtplanerin und Mediatorin Friedericke Schweers (BKI GmbH, Aachen) und dem Planer Dr. Thomas Baum (VSU gmbH, Herzogenrath) durchgeführt.

Die Veranstaltung ist von der Architektenkammer NRW als Fortbildungsveranstaltung von 4 Unterrichtsstunden zu 45 Minuten für Mitglieder der Architektenkammer NRW mit Fachrichtung Architektur, Landschaftsarchitektur und Stadtplanung anerkannt.

>> Den Flyer zu dieser Veranstaltung finden Sie hier

zur Anmeldung

 

 

Regelmäßige Veranstaltungen:

 

 

Neue Arbeit – vor Ort in Köln-Mülheim
Jeden Mittwoch / 09.00 – 12.00 Uhr
INA, Düsseldorfer Straße 74, Köln-Mülheim / Teilnahme kostenlos / Kurs 84-I1

Heinz Weinhausen. «Neue Arbeit» steht für selbstbestimmtes, gemeinwesenorientiertes, umweltverträgliches Wirtschaften und Arbeiten. Die Sozialistische Selbsthilfe Mülheim (SSM) praktiziert dies seit mehr als 30 Jahren. Bei ihren wöchentlichen Gesprächskreisen berichtet und diskutiert die SSM über Aktivitäten und Perspektiven.

 

 

Wider die deutsche Bildungskatastrophe!
Diskussionsreihe des AK Bildung & Erziehung von Attac Köln

Jeden 2. & 4. Mittwoch im Monat / 20.00 - 22.15 Uhr

Alte Feuerwache, Köln-Agnesviertel / Teilnahme kostenlos / Kurs 84-P2

Oswald Pannes. Der Arbeitskreis Bildung&Erziehung von attac Köln – AK:BE – befasst sich über die ständige kritische Analyse des bildungspolitischen Geschehens in Deutschland hinaus in diesem Trimester schwerpunktmäßig mit der Schulentwicklung in Köln. Sie weist einen enormen Rückstand in der Gesamtschulversorgung auf, dem ein priorisierter Ausbau der Gymnasien über den Bedarf hinaus entgegensteht.

 

 

Bewegte Welt

 

Kundgebung zur Aufnahme Flüchtender

Weg frei – für eine sofortige Aufnahme Flüchtender. Eine Kundgebung mit Musik auf der Deutzer Werft am So 12.09.2021 ab 14.00 Uhr. >> Mehr Informationen unter koelnzeigthaltung.org


Führung zum Tag des offenen Denkmals

Am Tag des offenen Denkmals (Sa 11.09./ So 12.09.) gibt es am «Gedenkort Deportationslager Köln Müngersdorf» jeweils um 11.00 Uhr eine Führung vom Bürgerverein Müngersdorf.

 

Kreuzweg Gorleben Garzweiler

Der Braunkohleabbau in Garzweiler ist das Ziel des Kreuzweges von Gorleben aus. Vom 04.07 bis 01.08.2021 wird für die Schöpfung gegangen. >> Mehr unter kreuzweg-gorleben-garzweiler.de

 

Covid-19

Informationen zu Covid-19 in leichter Sprache und in anderen Sprachen sind vom «Kompetenzzentren Selbstbestimmt Leben (KSL) Köln» auf deren Website zusammengestellt.

Wir haben einige interessante Artikel zum Nachlesen gesammelt:

Ein Blick in die Geschichte der Seuchen und deren Umgang. Es wird deutlich, wie die Sicherheitslogik und Abgrenzung dominiert, während der friedenslogische Umgang nicht beachtet wird. >> https://taz.de/Historiker-Malte-Thiessen/

«Freiheit und Pandemie» – eine Erinnerung an das Leben danach. Am 17.03.2020 hat der Kölner Politikwissenschaftler Eric Flügge einen guten Text geschrieben. Das PDF hier >> Freiheit und Pandemie

Mit zweierlei Maß – warum bei Covid-19 der Ausnahmezustand herrscht und Staaten beherzt handeln – aber angesichts der globalen Klimakrise untätig bleiben. >> taz.de/Corona-und-Klima. Fabian Schneider kommentierte in der Taz am 30.03.2020 die Untätigkeit aller Regierung beim Klimaschutz.

 

Künstliche Intelligenz und Kriegsführung

Die Künstliche Intelligenz revolutioniert auch die Kriegsführung. Schon jetzt werden Drohnen zu militärischen Zwecken eingesetzt. Der nächste Entwicklungsschritt wäre komplett autonome Waffen, die völlig unabhängig vom Menschen agieren. Doch können und sollten Maschinen auf dem Gefechtsfeld über Menschenleben entscheiden? Das IFSH-Erklärvideo zeigt neben dem moralischen und ethischen Dilemma, das mit autonomen Waffen verbunden ist, auch die sicherheitspolitischen Risiken einer digitalen Kriegsführung auf. Es erklärt, warum in diesem Bereich ein neues Wettrüsten droht und autonome Waffen dringend durch internationale Abkommen reglementiert werden sollten. IFSH Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik Hamburg. >> Das Video auf youtube.com

 

11 Frauen, 11 Filme, 11 Lesungen

11 Frauen, 11 Filme, 11 Lesungen von Kölner Autorinnen. Zusammengestellt vom Frauengeschichtsverein, zu finden unter www.youtube.com.

 

Aufarbeitung Atommüll

Auf der Tagung der evangelischen Akademie Loccum zur Endlagersuche für den Atommüll im Juni 2017 hat Roland Schüler einen Vortrag zur Vergangenheitsbewältigung gehalten. Der Text wird demnächst im Tagungsband erscheinen. >> Hier vorab das PDF

Im Rahmen der Ringvorlesung war Roland Schüler an der FU Berlin zu Gast: >> Mehr im Flyer-PDF / >> Die Präsentation als PDF

Im September 2020 mahnen Mediator:innen einen tragfähigen Konsens bei der Suche nach einem Atommülllager-Standort an. Gerade wurde die Karte der potentiellen Lagerstätten veröffentlicht. Der Bundesverband Mediation und der Förderverein Mediation im öffentlichen Bereich haben eine Stellungnahme veröffentlicht >> Hier als PDF.

>> Eine kritische Bewertung auch im Forschungsjournal «Soziale Bewegungen»

>> Stellungnahme des Nationalen Begleitgremiums zur Beteiligung der Öffentlichkeit hier
www.nationales-begleitgremium.de

Eine Gruppe von Mediator:innen hat die Beteiligung am aktuellen Standort-Suchverfahren bewertet und distanziert sich in einem offenen Brief >> hier als PDF

#konrad_gameover. Eine Unterschriftenkampagne, damit die Genehmigung für Schacht Konrad aufgehoben wird, da die Lagerung von Atommüll dort nicht sicher ist. >> Alle aktuellen Informationen unter www.konrad-gameover.de

 

 

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