Politik & Gesellschaft

 

Die Frage nach Krieg und Frieden geht weit über militärische Konflikte hinaus. Für den inneren Frieden unserer Gesellschaft ist zum Beispiel auch wichtig, wie Politiker mit unseren Daten umgehen, inwieweit sie Bürger an Entscheidungen beteiligen und was wir aus der Geschichte lernen. Zu solchen Themen bieten wir Diskussionsveranstaltungen, Bildungsurlaube und Vorträge an.
>> Fotos und weitere Informationen über die KursleiterInnen finden Sie in der Rubrik Dozentinnen & Dozenten.

 

 

Politik & Gesellschaft - allgemeines Programm

 

 

 

Köln (post-)kolonial – Ein kolonialkritischer Stadtrundgang im Nippeser «Afrika-Viertel»

Freitag 20.09.2019 um 15:30 Uhr / Treffpunkt wird bei der Anmeldung bekannt gegeben / 3 UStd / Preis: 10 (8) Euro / Kurs 80-L1 / Anmeldung erforderlich!

Quelle: Archiv

Bebero Lehmann . Das Ende des deutschen Kolonialreichs liegt mehr als 100 Jahre zurück. Doch koloniale Strukturen und Denkmuster prägen auch heute noch unser Zusammenleben und es gibt in zahlreichen Städten Straßennamen, die in Zusammenhang mit der deutschen Kolonialvergangenheit stehen. Im kollektiven Geschichtsbewusstsein kommt dieses Kapitel der deutschen Geschichte aber nur schleichend an.

Kaum einer weiß, weshalb Köln Anfang des 20. Jahrhunderts als «Koloniale Metropole» des Westens galt. Warum auch Gustav Nachtigal ein Kolonialverbrecher war. Oder wie der Kameruner Rechtsgelehrte Rudolph Manga Bell in seiner Heimat gegen die deutsche Kolonialherrschaft klagte.

Der Kolonialkritische Stadtrundgang gibt in der Auseinandersetzung mit den Straßennamen im Kölner «Afrika-Viertel» tiefere Einblicke in die koloniale Vergangenheit Kölns und Deutschlands. Außerdem wird thematisiert, wie mit Straßennamen als öffentlichen Erinnerungsorten hierzulande – und auch in anderen Ländern mit kolonialer Vergangenheit – umgegangen wird.

Bebero Lehmann ist Historikerin an der Uni Köln

Zur Anmeldung

 

 

 

 

17. Afrika Film Fest in Köln vom 19.-29.09.2019

Zum 17. Mal findet das Afrika Film Fest in Köln statt und das Friedensbildungswerk ist Partner und präsentiert zwei Filme.

Das gesamte Programm unter www.afrikafilmfestivalkoeln.de

 

 

Karthoum Offside

Dokumentation, Sudan/Norwegen/ Dänemark 2019, OmU, 75 min.

Fr 20.09.2019 / 20.00 – 22.00 Uhr / Filmforum im Museum Ludwig, Bischofsgartenstr. 1, 50667 Köln / Eintritt / Kurs 80-A2

Filmszene aus «Karthoum Offside»

Sara hat einen bemerkenswerten Unternehmergeist. Und die Gruppe junger Frauen, zu der sie gehört, ist auf Geschäftsideen angewiesen, wenn sie ihren Traum verwirklichen wollen: ein sudanesisches Team für die Frauenfußball-Weltmeisterschaft aufzubauen. Abgesehen von knappen Finanzen gibt es jedoch viele andere Hürden zu nehmen. Oufsaiyed Elkhortoum erkundet ein feministisches Universum am Stadtrand der sudanesischen Hauptstadt, in dem Witze so elegant gerissen wie Bälle ins Tor gekickt werden. Die jungen Frauen – mit Schleier oder ohne, spielen Fußball, nehmen ihre Mobiltelefone mit ins Bett und haben sich city-smart und mit umwerfender Energie als sportliches Team zu einer Überlebensgemeinschaft formiert. In großer Vertrautheit mit den Akteurinnen erzählt Oufsaiyed Elkhortoum von ihrem Alltag in einer Stadt voller Widersprüche und davon, wie Familientraditionen, Politik und Religion sich anmaßen, ihre Lebensentwürfe zu bestimmen. Das Debüt von Marwa Zein ist ein kinematografischer Beweis für die Kraft von Freundschaften unter Frauen und zugleich die gezielte Intervention einer sudanesischen Filmemacherin wider die stereotype Wahrnehmung ihres Landes.

Im Anschluss an den Film findet ein Gespräch mit Gästen statt.

Das AfrikaFilmFestival in Zusammenarbeit mit dem Friedensbildungswerk Köln

 

 

Lost Warrior

Dokumentation, Somalia/Dänemark 2018, OmU, 80 min.

So 22.09.2019 / 18.30 – 20.00 Uhr / Filmforum im Museum Ludwig, Bischofsgartenstr. 1, 50667 Köln / Eintritt / Kurs 80-A3

Filmszene aus «Lost Warrior»

«Lost Warrior» erzählt die Geschichte von Mohammed, der in der Hoffnung auf ein besseres Leben mit drei Jahren allein von Somalia nach England geschickt wurde. Als Teenager geriet er dort auf die schiefe Bahn, landete im Gefängnis, wurde radikalisiert und mit neunzehn zurück nach Somalia abgeschoben: direkt in die Fänge der Terrororganisation Al-Shabaab, der er sich anschloss. Als er jedoch erkannte, dass Al-Shabaab nicht die erhoffte Friedensbewegung ist, floh er nach Mogadischu, um sich dort vor der Organisation zu verstecken. In der Hauptstadt Somalias lernte er die junge Fathi aus London kennen. Die beiden heirateten, Fathi wurde schwanger, musste jedoch nach London zurückkehren – ohne Mohammed, der keine Papiere besitzt.  Gefangen in einer Kultur mit all ihren Forderungen danach, religiöse und traditionelle Normen aufrechtzuerhalten, versucht das junge Paar sich als Familie wiederzuvereinen.

Im Anschluss an den Film findet ein Gespräch mit Gästen statt.

Das AfrikaFilmFestival in Zusammenarbeit mit dem Friedensbildungswerk Köln

 

 

1989 - 30 Jahre nach der Wende und jetzt?

Ein Zeitzeugengespräch

Mi 02.10.2019 / 19.00 – 21.00 Uhr / Melanchthon-Akademie, Karthäuser Wall 24b, 50678 Köln-Südstadt / 2 Ustd / 5 Euro / Kurs 80-Z1

Christof Ziemer, Dorothee Schaper . Als die Mauer fiel war Christof Ziemer Pfarrer der Kreuzkirche in Dresden, Superintendent für Dresden-Mitte, Aktivist der Friedensbewegung und somit ein wichtiger Mensch in einem der Zentren der Wendegeschehnisse. Nach langjähriger Tätigkeit als Pfarrer in der DDR verlässt er drei Jahre nach der Wende die neuen Bundesländer in Richtung Balkan und arbeitet dort während des Konfliktes für das Verständnis zwischen Juden, Christen und Muslimen. Vor diesem Hintergrund berichtet Christof Ziemer mit Dorothee Schaper als Zeitzeuge.

Eine Veranstaltung der Melanchthon-Akademie in Zusammenarbeit mit dem Friedensbildungswerk.

 

 

Workshop: No Blame Approach

Fr 06.12.2019 / 10.00 – 17.30 Uhr / Friedensbildungswerk / 8 UStd / Preis: 130 (90) Euro / Kurs 80-R3

Beate Roggenbuck. Wie kann Mobbing in Schulen und Gruppen effektiv begegnet werden? Der „No Blame Approach“ (wörtlich „Ohne Schuld Ansatz“) bietet eine lösungsorientierte Intervention, die das Mobbing beenden soll und gleichzeitig die Situation des Mobbing-Betroffenen positiv verändern will. Dabei verzichtet der No Blame Approach auf Schuldzuweisungen und Bestrafungen, vielmehr wird versucht, die Mobbing – Akteure in den Veränderungsprozess miteinzubeziehen. Der Ansatz vertraut auf die Ressourcen und Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen, wirksame Lösungen herbeizuführen. Lehrerinnen und Lehrer sowie (Schul)sozialarbeiter/innen, die den No Blame Approach anwenden, berichten von ausgesprochen positiven Erfahrungen. Das eintägige Training für Lehrer/innen, Schulsozialarbeiter/innen und Interessierte vermittelt die grundlegende Haltung des Ansatzes und die Verfahrensschritte. In Rollenspielen und Übungen wird die direkte Anwendung des No Blame Approaches durchgeführt.

Referentin: Beate Roggenbuck, No Blame Approach Trainerin

 

 

 

Die Ostdeutsche Frauenbewegung

Mo 07.10. 2019 / 19.30 – 21.45 Uhr / Friedensbildungswerk / 3 Ustd / Kostenbeitrag / Kurs 80-F1

Jessica Bock . Die Revolution im Herbst 1989 war auch ein Umsturz der Frauen. Zahlreiche Frauengruppen in der gesamten DDR nutzten den Zusammenbruch des SED- Regimes für die Formierung und Umsetzung eigener Ziele. Welche Emanzipationskonzepte entwickelten sie? Welche Forderungen stellten sie bei Runden Tischen? Was ist aus diesen Zielen geworden? Der Vortrag gibt einen Überblick über Aktivistinnen, Themen und Handlungsstrategien der ostdeutschen Frauenbewegung und fragt nach deren heutiger Relevanz für die wiedergeführte Debatte über den (Zu-)Stand der deutschen Einheit.

Dr. Jessica Bock hat über die ostdeutsche Frauenbewegung vor und nach der „Wende“ promoviert und ist wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Digitales Deutsches Frauenarchiv.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Frauengeschichtsverein Köln und der Rosa Luxemburg Stiftung NRW

 

 

1968

 

Dran bleiben – Zuversichtliche Rückblicke eines «Alt-68ers» - Buchvorstellung

Die Buchvorstellung fand im Friedensbildungswerk Köln statt. 60 Menschen sind gekommen.

«Die Autobiographie von Klaus Schmidt hat das Zeug, ein Dokument der Zeitgeschichte zu werden, obwohl es eine sehr persönliche Selbstbeschreibung ist. Ich habe mich beim Lesen seines Textes an viele Begebenheiten erinnert und zwischen den Zeilen immer wieder den Ratgeber entdeckt, der er mir persönlich oft war. Nicht aufdringlich, sondern die eigenen Unzulänglichkeiten und Fehler reflektierend, nicht eitel, sondern oft mit einem Augenzwinkern» (aus dem Nachwort von Günter Wallraff)

Klaus Schmidt, Theologe und Historiker, stellte an diesem Abend sein Buch vor und erläuterte im Gespräch seine zuversichtlichen Rückblicke.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Melanchthon-Akademie

>> Das Vorwort von Klaus Schmidt als PDF

>> Das Nachwort von Günter Wallraff als PDF

Das Buch wurde von Martin Stankowski auf WDR5 Scala besprochen.

Das Buch kann für 19,00 Euro im Buchhandel und auch im Friedensbildungswerk erworben werden.

 

 

Regelmäßige Veranstaltungen:

 

 

Neue Arbeit – vor Ort in Köln-Mülheim
Jeden Mittwoch / 09.00 – 12.00 Uhr
INA, Düsseldorfer Straße 74, Köln-Mülheim / Teilnahme kostenlos / Kurs 80-I1

Heinz Weinhausen. «Neue Arbeit» steht für selbstbestimmtes, gemeinwesenorientiertes, umweltverträgliches Wirtschaften und Arbeiten. Die Sozialistische Selbsthilfe Mülheim (SSM) praktiziert dies seit mehr als 30 Jahren. Bei ihren wöchentlichen Gesprächskreisen berichtet und diskutiert die SSM über Aktivitäten und Perspektiven.

 

 

Wider die deutsche Bildungskatastrophe!
Diskussionsreihe des AK Bildung & Erziehung von Attac Köln

Jeden 2. & 4. Mittwoch im Monat / 20.00 - 22.15 Uhr

Alte Feuerwache, Köln-Agnesviertel / Teilnahme kostenlos / Kurs 80-P2

Oswald Pannes. Der Arbeitskreis Bildung&Erziehung von attac Köln – AK:BE – befasst sich über die ständige kritische Analyse des bildungspolitischen Geschehens in Deutschland hinaus in diesem Trimester schwerpunktmäßig mit der Schulentwicklung in Köln. Sie weist einen enormen Rückstand in der Gesamtschulversorgung auf, dem ein priorisierter Ausbau der Gymnasien über den Bedarf hinaus entgegensteht.

 

 

Bewegte Welt

 

Mayors for Peace

Mo 08.07.2019 findet am Kölner Rathaus Alter Markt um 11.00 Uhr der Flaggentag der Mayors for Peace statt. OBin Henriette Reker lässt die Flagge zum dritten Mal offiziell hissen.

 

Hiroshima/ Nagasaki

Die Veranstaltung zum Gedenken an die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki 1945 findet am Sa 10.08.2019 statt. Ab 18.30 Uhr beginnt die Veranstaltung im Hiroshima-Nagasaki Park (Innerer Grüngürtel/ Bachemer Str.) und endet mit der Lichteraktion am Aachener Weiher.

 

Aachener Friedenspreis 2019

Der Aachener Friedenspreis 2019 geht an die Kampagne «Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt» und den «Initiativkreis gegen Atomwaffen». Dies gab der Aachener Friedenspreis e.V. am Mittwoch, 8. Mai 2019 bekannt. An diesem Abend war die Friedensaktivistin Arianne Dettloff im Friedensbildungswerk Köln zu Gast. Mit Sekt wurde diese Auszeichnung gefeiert. >> Mehr zu Büchel unter atomwaffenfrei.de/

 

«Versammlungsrecht leicht gemacht»

– so lautete der Titel unserer Veranstaltung mit Jasper Prigge. Sein gerade erschienenes Buch ist unter felix-halle.de zu finden.

 

Die Geschichte der Treuhand

Im April war Marcus Böick im Friedensbildungswerk, danach haben verschiedene Medien über seine wissenschaftliche Arbeit über die Treuhand berichtet. Hier der Podcast eines Interviews auf WDR3.

 

Der Gorleben-Treck – 40 Jahre danach

Eine Ausstellung zur Entwicklung des Wendlands im Protest gegen das atomare Lager Gorleben. Sie findet bis zum 28. Juni 2019 im Kreishaus Lüchow statt. >> S. die Website www.gorleben-archiv.de

Das Stadtmuseum Hannover zeigt bis 28.07.2019 die Ausstellung „Trecker nach Hannover“ >> siehe www.hannover.de

 

Zur Außenpolitik Saudi Arabiens

„Die Außenpolitik Saudi Arabiens: Alte Ziele, neue Strategien“ von Sebastian Sons. >> Hier als PDF in Ergänzung seines Vortrages vom Frühjahr im FBK.

 

Neue Broschüre

Die AfD in Köln - eine Partei am rechten Rand

Beleuchtet werden Entstehungsgeschichte und Entwicklung, Strategie und Programmatik der AfD. Der Kreisverband Köln und die «Junge Alternative» werden unter die Lupe genommen, sowie die Arbeit der AfD-Fraktion im Kölner Stadtrat. Gutes Hintergrundmaterial für die Arbeit gegen Rechts.
Die AfD in Köln – eine Partei am rechten Rand.
16-seitige Broschüre.
Ab sofort kostenlos (gg. Portokosten & Spende) beziehbar beim Jugendclub Courage Köln e.V. Bestellung über: info@jc-courage.de

 

Aufarbeitung Atommüll

Auf der Tagung der evangelischen Akademie Loccum zur Endlagersuche für den Atommüll im Juni 2017 hat Roland Schüler einen Vortrag zur Vergangenheitsbewältigung gehalten. Der Text wird demnächst im Tagungsband erscheinen. >> Hier vorab das PDF

Am 03.02.2018 war unser Geschäftsführer Roland Schüler vom Nationalen Begleitgremium zu einer Tagung in Berlin eingeladen.

Im Rahmen der Ringvorlesung der FU Berlin ist Roland Schüler am Mi 03.07. 2019 zu Gast: Mehr im Flyer-PDF

 

»Adopt a Revolution:

Den syrischen Frühling unterstützen«. So heißt die Kampagne, die Geld und Paten/ Patinnen für die gewaltfreie syrische Bewegung zur Unterstützung sammelt. Mehr Info unter www.adoptrevolution.org . Die Zeitung als PDF finden Sie hier.

 

 

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