Krieg & Frieden

 

Das Friedensbildungswerk Köln ist in den 1980er Jahren von Mitglieder:innen der Friedensbewegung gegründet worden. Bis heute bildet der Friedensgedanke das inhaltliche Gerüst unserer Bildungsarbeit für Erwachsene. Entsprechend finden sich Themen rund um Krieg und Frieden auch in unserem Programm wieder.

 

1919 – 2019 / 1. Weltkrieg: Ursachen, Wirkungen, Verlauf, Folgen - >> s. Archiv

 

 

Rund um Krieg und Frieden:

 

Rund um Krieg und Frieden

 

 

20 Jahre nach dem 11. September 2001

Terrorismusbekämpfung als ethische Herausforderung

Di 07.09.2021 / 19.30 – 21.30 Uhr / Domforum / 3 Ustd / Kostenbeitrag erbeten / Kurs 84-H5 / Anmeldung erforderlich!

Hajo Schmidt . 20 Jahre nach dem Terror-Anschlag auf die beiden Türme des World Trade Centers, auf das Pentagon und ein durch mutige Passagiere erzwungener Flugzeugabsturz ziehen wir Bilanz. Nach dem Attentat wurde das breite Bündnis unterschiedlicher Akteure «Krieg gegen den Terror» auf den Weg gebracht. Mit zahlreichen militärischen Einsätzen u. a. in Afghanistan und dem Irak. Die Bundesrepublik Deutschland und die Bundeswehr sind Teil des Bündnisses. Waren und sind die eingesetzten Mittel überhaupt geeignet, die Ziele zu erreichen? Politisch geäußert wurde ja das Ziel der Terrorbekämpfung.

Sind militärische Einsätze strukturell das angemessene Mittel, wenn es sich um ein so breites Bündnis unterschiedlicher Akteure handelt.

Kann eine ethische Beurteilung terroristischen Handelns wie antiterroristischen Gegenhaltens rechtfertigen? Kommen wir ohne den «Einbezug des Anderen» bzw. der Intentionalität des terroristischen Handelns überhaupt zu einer guten Antwort?

Prof. Dr. Hajo Schmidt ist Philosoph und Friedensforscher. Aktuell ist er Projektleiter für das Thema «Terrorismusbekämpfung als ethische Herausforderung» am Institut für Theologie und Frieden (ithf) in Hamburg. Früher war er Leiter der Arbeitsstelle «Philosophie und Friedensforschung» an der FernUniversität Hagen.

Eine Veranstaltung des Friedensbildungswerk Köln in Kooperation mit dem katholischen Bildungswerk und der Melanchthon-Akademie.

Anmeldung erforderlich!

 

 

Vortrag und Diskussion

Einführung in die Restorative Justice

Di 05.10.2021 / 19.30 – 21.45 Uhr / 3 Ustd / Friedensbildungswerk / Kostenbeitrag erbeten / Kurs 84-R5

Rehzi Malzahn . «Restorative Justice» – ein Begriff, der nur schwer ins Deutsche übersetzbar ist – bezeichnet eine Theorie sowie eine weltweite Bewegung, deren Inhalt und Ziel es ist, mit schmerzhaften Konflikten und Unrecht einen anderen Umgang zu finden. Namentlich einen Umgang, der auf Strafe verzichtet, der keiner höheren Instanzen («Staat») bedarf, sondern «den Konflikt den Menschen als ihr Eigentum zurückgibt» (Nils Christie).

Wichtige Eckpunkte der RJ sind der gleichberechtigte Dialogprozess zwischen allen Konfliktbeteiligten, die Übernahme von Verantwortung für die Handlungen der Vergangenheit und für den Prozess der Konfliktklärung, das gegenseitige Zuhören und Verstehen, die Wiedergutmachung (oder eine Annäherung daran) sowie die Wahrung der Autonomie und der Respekt vor der Integrität aller. Es scheint für viele vielleicht zunächst unvorstellbar, dass sich Geschädigte, Beschuldigte und weitere Betroffene an einen Tisch setzen, um über zum Teil äußerst schmerzhaftes Geschehenes zu sprechen und dann eine gemeinsame Lösung auszuhandeln. Es ist aber, wenn es gelingt, ein für alle ermächtigender und heilsamer Prozess.

An diesem Abend werde ich versuchen, so gut es mir möglich ist, die verschiedenen Aspekte und Methoden der Restorative Justice zu erklären, Fragen zu beantworten, Zweifel ernst zu nehmen. Insgesamt hoffe ich, Menschen Lust darauf machen zu können, ihre Angst vor dem Austragen – auch schmerzhafter – Konflikte abzulegen, in wirklichen Kontakt miteinander zu treten und Vorstellungen von Schuld und Strafe zu überwinden.

Rehzi Malzahn, Jahrgang 1979, wohnt in Köln und Südfrankreich. Sie wurde im Friedensbildungswerk als Mediatorin ausgebildet und erlangte danach die Zusatzqualifikation für den Täter-Opfer-Ausgleich. Derzeit arbeitet sie als Redakteurin für das deutschsprachige Fachmagazin für Restorative Justice, TOA-Magazin. Weitere Schwerpunkte sind Gewaltfreie Kommunikation und Restorative Circles.

In Kooperation mit dem Servicebüro für Täter-Opfer-Ausgleich und Konfliktschlichtung des DBH e. V., gefördert durch Bund.

Zur Anmeldung

 

 

Neue US-Regierung: Chancen für Konfliktlösungen im Nahen Osten?

So 07.11.2021 / 17.00 – 19.00 Uhr / 2 Ustd / FORUM Volkshochschule im Museum am Neumarkt, Cäcilienstraße 29-33, 50667 Köln-Neumarkt / Teilnahme kostenlos / Kurs 84-A1

A. Zumach

Andreas Zumach . Mit der Wahl von Joe Biden zum neuen US-Präsidenten Ende 2020 verbanden sich widersprüchliche Erwartungen mit Blick auf die künftige Politik der USA im Nahen und Mittleren Osten.

Hoffnung machten Bidens Absichtserklärung zur Rückkehr der USA in das von seinem Vorgänger Trump aufgekündigte Nuklearabkommen mit Iran wie auch der Stopp von Waffenlieferungen  für Saudi-Arabiens Krieg im Jemen und die deutliche Kritik an den Menschenrechtsverstößen des Regimes in Riad.

Befürchtungen löste der Umstand aus, dass sowohl Biden selbst wie auch führende Mitglieder seiner Administration einst den völkerrechtswidrigen Irakkrieg der USA 2003 wie auch die militärische Intervention in Libyen 2011 befürwortet hatten.
Unsicherheit herrschte zunächst über die Haltung, die die Biden-Administration zu den Konflikten Israel-Palästina, in Syrien und in Afghanistan einnehmen würde.  Wie sieht die Bilanz nach einem Jahr aus?

Welche Politik der USA im Nahen und Mittleren Osten ist in den nächsten drei Jahren von Bidens Amtszeit zu erwarten?

Der renommierte taz-Journalist Andreas Zumach ist bereits zum elften Mal in Folge jährlich zu Gast im Forum Volkshochschule und gibt gewohnt kritische und hintergründige, hochaktuelle Einblicke in die komplexen Feinheiten der Weltpolitik.
Eine Kooperation von VHS Köln, Melanchthon-Akademie und Friedensbildungswerk Köln.

 

 

Kölner Friedensforum

Jeden 1. Mittwoch im Monat / 20.00 – 22.15 Uhr
Friedensbildungswerk Köln / Teilnahme kostenlos / Kurs 84-H1

Elvira Högemann . Der Kriegseinsatz der Bundeswehr im Ausland gilt fast schon als normal, widerspricht aber ihrem im Grundgesetz definierten Auftrag: Verteidigung. Militarisierung findet aber auch im Inland statt, in Schulen und Universitäten.

 

 

PAX AN! Arbeitskreis Frieden Köln

Jeden 1. & 3. Donnerstag im Monat / 20.30 – 22.30 Uhr
Allerweltshaus, Körnerstr. 77, Köln-Ehrenfeld / Teiln. kostenlos / Kurs 84-N2

Rolf Noack . Friedensarbeit kann nur in einem weiten Rahmen gesehen werden. Das ist der Ansatz dieser Veranstaltungsreihe: den Blick vom Militärischen zu erweitern und eine friedenspolitische Fragestellung aktueller Themen einzubringen.

 

 

Friedensinitiative Sülz-Klettenberg

Jeden Montag / 20.30 – 22.30 Uhr
Tersteegenhaus, Emmastr. 6, Köln-Sülz / Teilnahme kostenlos / 84-S10

Angelika Stroth . Wir beschäftigen uns mit der Rolle der Bundeswehr (Auslandseinsätze) sowie der zunehmenden Militarisierung der Gesellschaft. Schwerpunkte werden auch sein: Entwicklung im Nahen Osten (Syrien, Israel/Palästina, Iran), Afghanistan und der Ukraine.

 

 

Friedensarbeit im Stadtteil Mülheim

Jeden 1. Montag / 20.00 – 22.15 Uhr
Ev. Kirchengemeinde, Wallstr. 93, Köln Mülheim / Teiln. kostenlos / Kurs 84-F3

Harald Fuchs . Nach der Devise «Global denken, lokal handeln» setzen wir uns in Köln-Mülheim für die Sicherung des Friedens ein und überlegen, wie wir uns gemeinsam für dieses Ziel im Stadtteil betätigen können.

 

 

Bewegte Welt

 

08. - 11.09.: Festival der Solidarität

Festival der Solidarität vom 08.09. bis 11.09.2021 im Kulturbunker in Köln Mülheim. Das Programm hier als PDF >> Festival der Solidarität Programm.

 

Infos zur Bundestagswahl

Die friedenspolitischen Wahlprüfsteine vom Forum ZFD >> www.forumzfd.de.
Die Plattform für Zivile Konfliktbearbeitung >> pzkb.de/frieden-braucht-ihr-engagement-was-werden-sie-dafuer-tun/

 

«Die Situation in Afghanistan ist nicht gut»,

sagte die ehemalige Bischöfin Margot Käßmann.

Zur aktuellen Situation und vielen Stellungnahmen aus der Friedensbewegung siehe hier >>
friedenskooperative.de/afghanistan-krieg-gescheitert

Eine gemeinsame Erklärung der Evangelischen Friedensdienste AGFD, Pax Christi, Deutsche Kommission Justicia et Pax u.a. >> PDF Gemeinsame Erklärung

 

Kundgebung zur Aufnahme Flüchtender

Weg frei – für eine sofortige Aufnahme Flüchtender. Eine Kundgebung mit Musik auf der Deutzer Werft am So 12.09.2021 ab 14.00 Uhr. >> Mehr Informationen unter koelnzeigthaltung.org


Führung zum Tag des offenen Denkmals

Am Tag des offenen Denkmals (Sa 11.09./ So 12.09.) gibt es am «Gedenkort Deportationslager Köln Müngersdorf» jeweils um 11.00 Uhr eine Führung vom Bürgerverein Müngersdorf.

 

Covid-19

Informationen zu Covid-19 in leichter Sprache und in anderen Sprachen sind vom «Kompetenzzentren Selbstbestimmt Leben (KSL) Köln» auf deren Website zusammengestellt.

Wir haben einige interessante Artikel zum Nachlesen gesammelt:

Ein Blick in die Geschichte der Seuchen und deren Umgang. Es wird deutlich, wie die Sicherheitslogik und Abgrenzung dominiert, während der friedenslogische Umgang nicht beachtet wird. >> https://taz.de/Historiker-Malte-Thiessen/

«Freiheit und Pandemie» – eine Erinnerung an das Leben danach. Am 17.03.2020 hat der Kölner Politikwissenschaftler Eric Flügge einen guten Text geschrieben. Das PDF hier >> Freiheit und Pandemie

Mit zweierlei Maß – warum bei Covid-19 der Ausnahmezustand herrscht und Staaten beherzt handeln – aber angesichts der globalen Klimakrise untätig bleiben. >> taz.de/Corona-und-Klima. Fabian Schneider kommentierte in der Taz am 30.03.2020 die Untätigkeit aller Regierung beim Klimaschutz.

 

Künstliche Intelligenz und Kriegsführung

Die Künstliche Intelligenz revolutioniert auch die Kriegsführung. Schon jetzt werden Drohnen zu militärischen Zwecken eingesetzt. Der nächste Entwicklungsschritt wäre komplett autonome Waffen, die völlig unabhängig vom Menschen agieren. Doch können und sollten Maschinen auf dem Gefechtsfeld über Menschenleben entscheiden? Das IFSH-Erklärvideo zeigt neben dem moralischen und ethischen Dilemma, das mit autonomen Waffen verbunden ist, auch die sicherheitspolitischen Risiken einer digitalen Kriegsführung auf. Es erklärt, warum in diesem Bereich ein neues Wettrüsten droht und autonome Waffen dringend durch internationale Abkommen reglementiert werden sollten. IFSH Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik Hamburg. >> Das Video auf youtube.com

 

Programm Frauengeschichtsverein

Das Programm unserer Partnerin Frauengeschichtsverein >> hier als PDF

 

11 Frauen, 11 Filme, 11 Lesungen

11 Frauen, 11 Filme, 11 Lesungen von Kölner Autorinnen. Zusammengestellt vom Frauengeschichtsverein, zu finden unter www.youtube.com.

 

Aufarbeitung Atommüll

Auf der Tagung der evangelischen Akademie Loccum zur Endlagersuche für den Atommüll im Juni 2017 hat Roland Schüler einen Vortrag zur Vergangenheitsbewältigung gehalten. Der Text wird demnächst im Tagungsband erscheinen. >> Hier vorab das PDF

Im Rahmen der Ringvorlesung war Roland Schüler an der FU Berlin zu Gast: >> Mehr im Flyer-PDF / >> Die Präsentation als PDF

Im September 2020 mahnen Mediator:innen einen tragfähigen Konsens bei der Suche nach einem Atommülllager-Standort an. Gerade wurde die Karte der potentiellen Lagerstätten veröffentlicht. Der Bundesverband Mediation und der Förderverein Mediation im öffentlichen Bereich haben eine Stellungnahme veröffentlicht >> Hier als PDF.

>> Eine kritische Bewertung auch im Forschungsjournal «Soziale Bewegungen»

>> Stellungnahme des Nationalen Begleitgremiums zur Beteiligung der Öffentlichkeit hier
www.nationales-begleitgremium.de

Eine Gruppe von Mediator:innen hat die Beteiligung am aktuellen Standort-Suchverfahren bewertet und distanziert sich in einem offenen Brief >> hier als PDF

#konrad_gameover. Eine Unterschriftenkampagne, damit die Genehmigung für Schacht Konrad aufgehoben wird, da die Lagerung von Atommüll dort nicht sicher ist. >> Alle aktuellen Informationen unter www.konrad-gameover.de

 

 

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