Krieg & Frieden

 

Das Friedensbildungswerk Köln ist in den 1980er Jahren von Mitgliedern der Friedensbewegung gegründet worden. Bis heute bildet der Friedensgedanke das inhaltliche Gerüst unserer Bildungsarbeit für Erwachsene. Entsprechend finden sich Themen rund um Krieg und Frieden auch in unserem Programm wieder.

 

1919 – 2019 / 1. Weltkrieg: Ursachen, Wirkungen, Verlauf, Folgen - >> s. Archiv

 

 

Rund um Krieg und Frieden:

 

Rund um Krieg und Frieden

 

 

Frauen 1945 – zwischen Schweigen und Schippen

Vortrag mit Illustrationen

Mi 04.03.2020 / 19.30 – 21.45 Uhr / Friedensbildungswerk / 3 Ustd / Kostenbeitrag erbeten / Kurs 81-F2

Ina Hoerner . Frauen erlebten die Zeit zwischen Diktatur, Kriegsende und Wiederaufbau sehr unterschiedlich. Durch mühsame Reproduktionsarbeit sicherten sie das Überleben in der zerstörten Stadt. Die Not der Nachkriegszeit überlagerte die Erinnerung an die zwölf Jahre Nationalsozialismus, sodass sich auch Täterinnen als Opfer sehen konnten. Wie nahmen Besatzungsmacht und Journalist*innen diese Ambivalenz wahr? Welche Funktion hatten die „Trümmerfrauen“? Frauenausschüsse in Köln entwickelten rudimentäre Ansätze von politischer Partizipation. Warum kam es trotz der Stärke und immensen gesellschaftlichen Leistung der Frauen schnell zu einer Restauration der tradierten Geschlechterverhältnisse?
Ina Hoerner-Theodor war 40 Jahre in der Erwachsenenbildung tätig, sie hat mehrere Schriften zu frauen- und lokalgeschichtlichen Themen veröffentlicht. Als links-feministische Aktivistin hält sie Vorträge und führt historische Stadtrundgänge zu frauengeschichtlichen Themen durch.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Frauengeschichtsverein.

 

 

Abbildung: Aus Plakatmotiv. Montage: Lutz Kasper

Film «To Germany with love»

Filmvorführung mit anschließendem Gespräch über «Restorative Justice»

Mi 11.03.2020, vorauss. 19.00 Uhr / Filmpalette Lübecker Str.15, 50668 Köln -Eigelstein / 1 Ustd / Eintritt 7,- (6,-) Euro / Kurs 81-R3

Das TOA-Servicebüro des DBH präsentiert zusammen mit dem Friedensbildungswerk den Film «To Germany, With Love» – ein Film zur Restorativen Justice!

Wie kann ein Mensch nach einem Verbrechen mit dieser Tat umgehen? Der Film «To Germany, with love» (Englisch: «The Worst thing») von der Regisseurin Desireena Almoradie zeigt dies anschaulich:

«1985 verlor Kathleen ihren Bruder Eddie, einen U. S. amerikanischen Soldaten, durch einen Anschlag der Roten Armee Fraktion (RAF). Viele Jahre später, beschließt sie, die Gruppe zu suchen, die für seinen Mord verantwortlich ist. Der Film begleitet Kathleen auf ihrer Reise nach Deutschland, um mit ehemaligen Mitgliedern der RAF Frieden zu schließen.»

Der Film wird in OmU gezeigt. Im Anschluss findet ein Filmgespräch mit Rehzi Malzahn statt. Sie hat 2018 den Sammelband «Strafe und Gefängnis. Theorie, Kritik, Alternativen. Eine Einführung» herausgegeben. Und ist Referentin zum Thema im Friedensbildungswerk. Sie arbeitet seit mehreren Jahren zu verschiedenen Formen gewaltarmer Konfliktbewältigung (Mediation, Gewaltfreie Kommunikation, Restorative Justice), darunter auch im Kontext von «Justiz». rehzimalzahn.blogsport.eu

Restorative Justice ist ein umfassender Ansatz, der darauf abzielt, die durch Verbrechen oder andere Missstände verursachten Schäden so weit wie möglich zu beheben. Anders als im Justizsystem liegt der Fokus nicht auf dem Täter und der rechtlich vorgesehenen Strafe. Ein Kernelement dieses opferorientierten Ansatzes ist das Zusammenbringen und aktive Beteiligen des Geschädigten, des Beschuldigten und möglicherweise indirekt betroffener Parteien.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Servicebüro für Täter-Opfer-Ausgleich und Konfliktschlichtung.

>> Trailer des Films auf Youtube

>> Filmrezension im TOA-Magazin 1/2019

>> Eintrittskarten können an der Kinokasse der Filmpalette reserviert werden oder es besteht die Möglichkeit, online Tickets über «booking.cinetixx.de» zu kaufen.

 

 

Abb.: NATO Manöver REFORGER 1982 (Quelle: Wikipedia)

Defender 2020: US/NATO-Großmanöver für den «Neuen kalten Krieg»?

Mo 16.03.2020 / 19.30 - 21.15 Uhr / 2 Ustd/ Tersteegenhaus, Emmastraße 6, 50937 Köln-Sülz /Kostenbeitrag erbeten / Kurs 81-D4

Jürgen Wagner . Von Januar bis Mai sollen etwa 20.000 US-Soldaten quer durch Deutschland an die Grenze Russlands gebracht werden. Insgesamt werden sich 37.000 Soldaten verschiedener NATO-Staaten inklusive der Bundeswehr an diesem Großmanöver beteiligen, laut Kramp-Karrenbauer «kommt Deutschland als Gastgeber und Transitland eine herausragende Bedeutung zu» (aus AKK-Schreiben vom 10.1.2020 an SPD-MDB Lars Klingbeil). Was bedeutet dies für das Verhältnis zu Russland, welche Absichten stecken dahinter, welche Auswirkungen hat dieses Großmanöver für uns ganz konkret?

Hierüber informiert und diskutiert mit uns Jürgen Wagner, Informationsstelle Militarisierung Uni Tübingen.

 

 

 

Das Strafen überwinden.

Workshop zur Alltäglichkeit des Strafens und Restorative Justice als Alternative

Sa 21.03. und So 22.03.2020 / jeweils 10.00 – 17.30 Uhr / Friedensbildungswerk / 16 Ustd / Preis 120,- (80,-) / Anmeldung erforderlich / Kurs 81-R4

Rehzi Malzahn . Dass wir strafen, erscheint uns eine Selbstverständlichkeit. Manchmal erfüllt sie uns mit Unbehagen, aber wirklich in Frage stellen wir sie nicht. „Strafe ist die Wurzel der Gewalt auf unserem Planeten“, schreibt der Begründer der Gewaltfreien Kommunikation, Marshall Rosenberg. Strafe ist ein Kern von Herrschaft: sie bedarf Institutionen, die sie ausführen, und bedeutet, dass sich ein Individuum über das andere erhebt. Um einer friedlicheren und freieren Gesellschaft näher zu kommen, ist daher die Infragestellung von Bestrafung notwendig.
Wie aber kann es anders gehen? Welche Alternativen gibt es? 

Im ersten Teil erarbeiten wir gemeinsam, was Strafe eigentlich ist und warum wir sie einsetzen. Wir sprechen über unsere Erfahrung mit dem Strafen und Bestraft-werden, über die verschiedenen Kontexte des Strafens sowie über das Gefängnis und den gesellschaftlichen Strafapparat.
Im zweiten Teil geht es um Alternativen. Was braucht es, um ohne Gefängnis und ohne Strafe auszukommen? Verschiedene Modelle – Stichwort Restorative Justice, Transformative Justice – werden vorgestellt und je nach Zeitrahmen das ein oder andere in einfachen Übungen ausprobiert.

Die Referentin gibt Inputs zu Geschichte und Theorie aus ihrem Wissensschatz.

Begrenzt auf 12 Teilnehmende.

Rehzi Malzahn hat 2018 beim Schmetterling Verlag den Sammelband »Strafe und Gefängnis. Theorie, Kritik, Alternativen. Eine Einführung« herausgegeben. Sie hat sich viele Jahre an der Anti-Knast-Demonstration zu Silvester in Köln beteiligt und arbeitet seit mehreren Jahren zu verschiedenen Formen gewaltarmer Konfliktbewältigung (Mediation, Gewaltfreie Kommunikation, Restorative Justice), darunter auch im Kontext von »Justiz«. rehzimalzahn.blogsport.eu

>> «Eine Welt ohne Gefängnisse» im taz-Artikel vom 02.12.2019 auf taz.de

 

 

Eiszeit mit Russland?

Zu den Herausforderungen der deutsch-russischen Beziehungen

Mi 25.03.2020 /19.00 – 21.45 Uhr / Forum der VHS im Museum am Neumarkt, Cäcilienstraße 22, Köln Neumarkt / 3 Ustd / Eintritt frei / Kurs 81-E1

Gabriele Krone-Schmalz . Die renommierte Journalistin, Historikerin und frühere ARD-Korrespondentin in Moskau, Prof. Dr. Gabriele Krone-Schmalz, analysiert das derzeitige Verhältnis zu Russland und geht der Frage nach, welche Rolle die erweiterte EU und die USA dabei spielen. Sie berichtet über die innere Entwicklung in Russland mit all ihren Widersprüchen und versucht Wege aufzuzeigen, wie eine Entspannungspolitik aussehen könnte.

In Kooperation mit dem Städtepartnerschaftsverein Köln-Wolgograd e.V., ver.di Köln-Bonn-Leverkusen, Kölner Friedensforum, Lutherkirche Südstadt, Friedensbildungswerk

 

 

Forum «Sicherheit neu denken»

Mulitplikator/innen-Ausbildung für «Sicherheit neu denken»

Fr. 08.05.und Sa 09.05.2020 / Fr 17.00 – 20.30 Uhr Sa 9.30 - 17.00 Uhr / Zentrum Groß St. Martin, An Groß St. Martin 9-11, 50667 Köln / 10 Ustd / Kostenbetrag für Verpflegung vor Ort erbeten / Anmeldung erforderlich / Kurs 81-B2

Ralf Becker . Angesichts erneuter Aufrüstung setzt sich die Initiative «Sicherheit neu denken» für die Überwindung militärischer Sicherheitspolitik ein. Dazu hat die Evangelische Landeskirche in Baden 2018 ein Szenario für eine rein zivile Sicherheitspolitik bis zum Jahr 2040 vorgestellt. Ähnlich dem inzwischen beschlossenen Ausstieg aus der Atomenergie und dem greifbaren Ausstieg aus der Kohleenergie strebt die Initiative einen Ausstieg aus der militärischen Sicherheitspolitik bis zum Jahr 2040 an.

Zahlreiche Landeskirchen, Friedensorganisationen und Gruppen sowie Tausende Menschen sind begeistert von diesem Szenario, das auf der Basis bewährter Praxisprojekte gewaltfreie Methoden und Institutionen der Friedens- und Sicherheitspolitik zu einem nachhaltigen Entwicklungspfad zusammenführt.
Um das Szenario in Gemeinden, Eine-Welt-Gruppen, Gewerkschaften, Bildungseinrichtungen und bei sonstigen Institutionen und Interessierten bekannter zu machen, braucht es noch mehr Multiplikator*innen, die die Inhalte, das Konzept und die Vorgehensweise des Szenarios vorstellen können. Diese Ausbildung führt in praktische Methoden zur Vermittlung des Szenarios ein, gibt Hilfsmittel an die Hand und beantwortet offene Fragen.

Seine eigene Motivation begründet Ralf Becker so: „Sofort habe ich mich zur Mitwirkung an diesem Projekt bereit erklärt, da ich aus der Konzeption und Leitung der Erlassjahrkampagne weiß, wie kirchliche Organisationen in Kooperation mit der Zivilgesellschaft das Gesicht unserer Welt verändern können“, sagt Ralf Becker, der das Projekt koordiniert.

Der Referent Ralf Becker ist Projektkoordinator Sicherheit neu denken (im Auftrag der Ev. Landeskirche Baden u.a.)

Eine gemeinsame Veranstaltung von: Katholisches Bildungswerk Köln, Melanchthon Akademie Köln, Pax Christi, Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte Kriegsdienstgegner/innen, Alois-Stoff-Bildungswerk der DFG/VK NRW und dem Friedensbildungswerk Köln.

>> Ein Video auf Youtube zur Einführung

 

 

 

Ziviler Ungehorsam

Von der Idee auf die Straße.

Do. 04.06.2020 / 19.30 – 21.45 Uhr / Melanchthon-Akademie, Kartäuserwall 24b, 50678 Köln-Südstadt / 3 Ustd / Teilnahme kostenlos / Kurs 81-Z1

Jasper Prigge . Immer mehr Menschen erkennen das Ausmaß der sozial-ökologischen Krise und die Notwendigkeit mutiger Proteste. Aktionen gewaltfreien Ungehorsams wie Blockaden rechtsextremer Veranstaltungen, die Besetzungen von Kohletagebaue oder groß angelegter Demonstrationen (Ende Gelände, Fridays for Future, Stuttgart21 …) nehmen verstärkt zu. Der Versammlungsfreiheit kommt dabei eine zentrale Rolle zu. Welche Wege des zivilen Ungehorsams können wir einschlagen? Was gilt es für die Aktiven zu beachten, damit sie nicht in juristische Schwierigkeiten geraten? Wie meldet man/frau eine Demonstration an?

Dr. Jasper Prigge ist Rechtsanwalt und hat einen Praxisleitfaden zum Thema Versammlungsfreiheit veröffentlicht. Er lädt politisch aktive Menschen ein, Erfahrungen auszutauschen und sie in ihren Rechten zu stärken.

Eine Kooperationsveranstaltung der Melanchthon-Akademie und des Friedensbildungswerk Köln

 

 

Kölner Friedensforum
Jeden 1. Mittwoch im Monat / 20.00 – 22.15 Uhr
Friedensbildungswerk Köln / Teilnahme kostenlos / Kurs 81-H1

Elvira Högemann . Der Kriegseinsatz der Bundeswehr im Ausland gilt fast schon als normal, widerspricht aber ihrem im Grundgesetz definierten Auftrag: Verteidigung. Militarisierung findet aber auch im Inland statt, in Schulen und Universitäten.

 

 

PAX AN! Arbeitskreis Frieden Köln
Jeden 1. & 3. Donnerstag im Monat / 20.30 – 22.30 Uhr
Allerweltshaus, Körnerstr. 77, Köln-Ehrenfeld / Teiln. kostenlos / Kurs 81-N2

Rolf Noack . Friedensarbeit kann nur in einem weiten Rahmen gesehen werden. Das ist der Ansatz dieser Veranstaltungsreihe: den Blick vom Militärischen zu erweitern und eine friedenspolitische Fragestellung aktueller Themen einzubringen.

 

 

Friedensinitiative Sülz-Klettenberg
Jeden Montag / 20.30 – 22.30 Uhr
Tersteegenhaus, Emmastr. 6, Köln-Sülz / Teilnahme kostenlos / 81-S10

Angelika Stroth . Wir beschäftigen uns mit der Rolle der Bundeswehr (Auslandseinsätze) sowie der zunehmenden Militarisierung der Gesellschaft. Schwerpunkte werden auch sein: Entwicklung im Nahen Osten (Syrien, Israel/Palästina, Iran), Afghanistan und der Ukraine.

 

 

Friedensarbeit im Stadtteil Mülheim
Jeden 1. Montag / 20.00 – 22.15 Uhr
Ev. Kirchengemeinde, Wallstr. 93, Köln Mülheim / Teiln. kostenlos / Kurs 81-F3

Harald Fuchs . Nach der Devise «Global denken, lokal handeln» setzen wir uns in Köln-Mülheim für die Sicherung des Friedens ein und überlegen, wie wir uns gemeinsam für dieses Ziel im Stadtteil betätigen können.

 

 

Bewegte Welt

 

Einweihung Gedenkort Deportationslager Köln-Müngersdorf 1941-1945

Am Sonntag 15.03.2020 um 15.00 Uhr in Köln-Müngersdorf am Walter-Binder Weg.
Eine Veranstaltung des Bürgervereins Müngersdorf und des NS-Dokumentationszentrums. >> Einladung als PDF
Anmeldung bitte bis zum 09.03.2020 unter info@bvm.koeln.de

 

Offener Brief zum Bundesprogramm «Demokratie leben»

Demokratie retten, zivilgesellschaftiches Engagement stärken! Ein offener Brief von über 100 Organistationen und zahlreichen Einzelpersonen zur aktuellen Förderpolitik des Bundesprogramms Demokratie leben! >> Der Brief mit den Unterzeichnern hier als PDF

 

«Versammlungsrecht leicht gemacht»

– so lautete der Titel unserer Veranstaltung mit Jasper Prigge. Sein Buch ist unter felix-halle.de zu finden.

 

Die Geschichte der Treuhand

Marcus Böick war im Friedensbildungswerk, danach haben verschiedene Medien über seine wissenschaftliche Arbeit über die Treuhand berichtet. Hier der Podcast eines Interviews auf WDR3.

 

Zur Außenpolitik Saudi Arabiens

„Die Außenpolitik Saudi Arabiens: Alte Ziele, neue Strategien“ von Sebastian Sons. >> Hier als PDF in Ergänzung seines Vortrages im FBK.

 

Neue Broschüre

Die AfD in Köln - eine Partei am rechten Rand

Beleuchtet werden Entstehungsgeschichte und Entwicklung, Strategie und Programmatik der AfD. Der Kreisverband Köln und die «Junge Alternative» werden unter die Lupe genommen, sowie die Arbeit der AfD-Fraktion im Kölner Stadtrat. Gutes Hintergrundmaterial für die Arbeit gegen Rechts.
Die AfD in Köln – eine Partei am rechten Rand. 16-seitige Broschüre. Kostenlos (gg. Portokosten & Spende) beziehbar beim Jugendclub Courage Köln e.V. Bestellung über:: info@jc-courage.de

 

Aufarbeitung Atommüll

Auf der Tagung der evangelischen Akademie Loccum zur Endlagersuche für den Atommüll im Juni 2017 hat Roland Schüler einen Vortrag zur Vergangenheitsbewältigung gehalten. Der Text wird demnächst im Tagungsband erscheinen. >> Hier vorab das PDF

Im Rahmen der Ringvorlesung war Roland Schüler an der FU Berlin zu Gast: >> Mehr im Flyer-PDF / >> Die Präsentation als PDF

 

 

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