Krieg & Frieden

 

Das Friedensbildungswerk Köln ist in den 1980er Jahren von Mitgliedern der Friedensbewegung gegründet worden. Bis heute bildet der Friedensgedanke das inhaltliche Gerüst unserer Bildungsarbeit für Erwachsene. Entsprechend finden sich Themen rund um Krieg und Frieden auch in unserem Programm wieder.

 

1919 – 2019 / 1. Weltkrieg: Ursachen, Wirkungen, Verlauf, Folgen - >> s. Archiv

 

 

Rund um Krieg und Frieden:

 

Rund um Krieg und Frieden

 

 

«#NO2PERCENT – Frieden geht anders!»

Anlässlich des Antikriegstages am 1. September und der anstehenden Bundestagswahl haben die Kölner Gewerkschaften - zusammen mit dem FRIEDENSBILDUNGSWERK und vielen Erstunterzeichner/innen der Stadtgesellschaft, aus den Bereichen: Soziales, Kultur, Kunst, Medien und Wissenschaft - die Petition «#NO2PERCENT – Frieden geht anders!» gestartet. Die Petition richtet sich gegen das 2-Prozent-Ziel der NATO-Mitgliedsstaaten und fordert die Bundestagskandidaten/innen auf, dieses Ziel abzulehnen.
Das 2-Prozent-Ziel der NATO, das von der Trump-Regierung vehement eingefordert wird, sichert nicht den Frieden sondern führt zu einer neuen Rüstungsspirale. Außerdem: Schon heute verschlingt der Rüstungsetat in Deutschland über 11% des Bundeshaushalts.
«30 Mrd. Euro mehr für den Verteidigungshaushalt – das hat drastische Haushaltskürzungen bei dringenden sozialen, ökologischen, infrastrukturellen und bildungspolitischen Projekten zur absehbaren Konsequenz. Dagegen wollen wir uns rechtzeitig auflehnen. Statt Friedensdividende müssten Arbeitnehmer die Lasten einer neuen Spirale des Wettrüstens tragen. Wir brauchen das Geld für sichere Renten, Bildung, Infrastruktur, soziale Sicherheit», so Witich Roßmann, Vorsitzender des DGB Köln.
Konflikte lassen sich nicht mit Waffengewalt lösen. Wir brauchen verstärkt zivile Strategien zur Friedenssicherung, die an den Ursachen von Kriegen und Konflikten ansetzen. Hierzu gehören vor allem ein fairer Welthandel, eine gerechtere Verteilung des weltweiten Reichtums sowie soziale und ökologische Entwicklungs- und Klimaschutzprojekte.
«Mit der Petition fordern wir alle Bundestagskandidaten- und Kandidatinnen auf, eine 2% Verpflichtung für den Verteidigungshaushalt im Koalitionsvertrag der nächsten Bundesregierung abzulehnen», erklärt Witich Roßmann, Vorsitzender des DGB Köln. «Die Wähler haben einen Anspruch auf klare Aussagen der Kandidat/innen für das höchste parlamentarische Amt in Deutschland, das über die Prioritäten der Haushalte in den nächsten vier Jahren entscheidet.»

>> Der Aufruf und die ErstunterzeichnerInnen hier als PDF

>> Ausführliche Informationen zum Thema sind unter www.Koeln-Bonn.DGB.de/no2percent zusammengestellt.

Zum Unterschreiben:
www.openpetition.de/petition/online/no2percent-frieden-geht-anders

 

 

Antikriegstag – Der Film «Der Aufenthalt»

So 01.09.2019 / 11.00 – 13.00 Uhr / Odeon-Kino, Severinstr. 81 in Köln-Südstadt / 1 Ustd / Eintritt: Solidaritätspreis 8, Normal 5 (3) Euro / Kurs 80-A4

Foto: Dieter Lück/ Defa-Stiftung

«Ich bin unschuldig» sagt der junge Wehrmachtssoldat wieder und wieder, als er in der Kriegsgefangenschaft wegen eines SS-Verbrechens angeklagt wird. Die Anschuldigung einer polnischen Bürgerin, die ihn wiedererkannt haben will, wiegt schwer. Im Kampf um die persönliche Rechtfertigung, zugleich in einer Zelle mit wirklichen deutschen Kriegsverbrechern, im Angesicht des zerstörten Warschau kommt ein Denkprozess in Gang, der über die Schuld des Einzelnen hinausgeht. Persönlich unschuldig? Und doch beteiligt an einem gigantischen Verbrechen? Die Frage der historischen Verantwortung endet nicht mit diesem Film.

Der Aufenthalt ist einer der großen DEFA-Filme von Frank Beyer. Nach dem Roman von Hermann Kant, wurde er 1984 uraufgeführt, vielfach ausgezeichnet und auch auf der Berlinale gezeigt.
Am 1.9. 1939 begann mit dem Überfall Nazideutschlands auf Polen der 2.Weltkrieg. 80 Jahre danach zeigen wir in Gedenken den Film «Der Aufenthalt».

Kölner Friedensforum, Friedensbildungswerk Köln, Vereinigung der Verfolgten des Nazitegimes-Bund der Antifaschisten (VVN-BdA) Köln und der DFG/VK Gruppe Köln.

 

 

 

Entknastung – jenseits von Strafe und Gefängnis.

Workshop mit Einführung in Restorative Justice

Fr 04.10 und Sa 05.10 2019 / jeweils 10.00 – 17.30 Uhr / Friedensbildungswerk / 16 Ustd / Preis 120,- (80,-) / Anmeldung erforderlich / Kurs 80-M1

Rehzi Malzahn . Dass wir Strafen, erscheint uns eine Selbstverständlichkeit. Manchmal erfüllt sie uns mit Unbehagen, aber wirklich in Frage stellen wir sie nicht. «Strafe ist die Wurzel der Gewalt auf unserem Planeten», schreibt der Begründer der Gewaltfreien Kommunikation, Marshall Rosenberg. Strafe ist ein Kern von Herrschaft: sie bedarf Institutionen, die sie ausführen, und bedeutet, dass sich ein Individuum über das andere erhebt. Um einer friedlicheren und freieren Gesellschaft näher zu kommen, ist daher die Infragestellung von Bestrafung notwendig.  Wie aber kann es anders gehen? Welche Alternativen gibt es?

Der Workshop geht über 2 Tage. Am ersten Tag erarbeiten wir gemeinsam, was Strafe eigentlich ist und warum wir sie einsetzen. Dann werden wir über das Gefängnis sprechen und über den gesellschaftlichen Strafapparat. Können wir uns eine Gesellschaft ohne Knäste vorstellen? Warum und warum nicht? Wo liegen die Schwierigkeiten?  Am zweiten Tag sprechen wir über Alternativen. Was braucht es, um ohne Gefängnis und ohne Strafe auszukommen? Verschiedene Modelle – Stichwort Restorative Justice, Transformative Justice – werden vorgestellt und in einfachen Übungen einzelne Elemente ausprobiert. Zwischendurch gibt es Inputs aus dem Wissensschatz der Referentin.

Begrenzt auf 12 Teilnehmende.

Rehzi Malzahn hat 2018 beim Schmetterling Verlag den Sammelband »Strafe und Gefängnis. Theorie, Kritik, Alternativen. Eine Einführung« herausgegeben. Sie hat sich viele Jahre an der Anti-Knast-Demonstration zu Sylvester in Köln beteiligt und arbeitet seit mehreren Jahren zu verschiedenen Formen gewaltarmer Konfliktbewältigung (Mediation, Gewaltfreie Kommunikation, Restorative Justice), darunter auch im Kontext von »Justiz«.

>> Mehr Infos unter rehzimalzahn.blogsport.eu

Zur Anmeldung

 

 

Vortrag und Diskussion

Einführung in die Restorative Justice

>> siehe unter Mediation Seminare

 

 

 

Studientag «Sicherheit neu denken» in Köln - Sicherheit neu denken

Europas Sicherheitspolitik zwischen militärischer Tradition und zivilen Lösungen

Sa 12.10.2019 / 10.00 – 17.00 Uhr / Melanchthon-Akademie, Kartäuser Wall 24b 50678 Köln / 8 Ustd / Kostenbeitrag erbeten / Kurs 80-B2 / Anmeldung erforderlich unter anmeldung@melanchthon-akademie.de

Ralf Becker und Heiko Lietz . Nach dem gewaltsamen Regierungswechsel in der Ukraine und der Annexion der Krim durch Russland haben die NATO-Staaten Aufrüstungsprogramme beschlossen. Die Kündigung wichtiger Rüstungskontrollverträge durch die USA hat offengelegt, dass Europa zum Teil andere Sicherheitsinteressen als die USA hat. Diese Änderungen sind zugleich eine Chance, die bisherige Priorität der NATO auf militärische Sicherheitspolitik zu hinterfragen und in Europa eine «andere, eigene Farbe unserer Sicherheitspolitik zu entwickeln», wie selbst Verteidigungsministerin von der Leyen formuliert.  Heiko Lietz gehört zu den Pfarrern, welche eine führende Rolle bei der gewaltfreien Revolution in der DDR 1989 gespielt haben. Er wird über seine Erfahrungen berichten. Im Blick hat er die Konfrontation zwischen den Bürgern und den Sicherheitskräften, die sich quasi gegenüberstanden. Die Rolle der Menschen, die als VermittlerInnen auftraten und sich für eine Gewaltfreiheit einsetzen, kann er aus eigener Erfahrung aufzeigen. Nach dem Mauerfall arbeitete Lietz in politischen und kirchlichen Funktionen sowie in Obdachlosenprojekten in Mecklenburg-Vorpommern. Fast 30 Jahre nach dem Mauerfall, 18 Jahre nach der Ausrufung des «Kriegs gegen den Terror» und während ein neues Wettrüsten droht, wollen wir die Erfahrungen für die Zukunft nutzbar machen. Die Evangelische Landeskirche in Baden hat ein Szenario zum kompletten Umstieg von der militärischen zu einer zivilen Sicherheitspolitik bis zum Jahr 2040 entwickelt. Ralf Becker ist Mitglied der damit betrauten Arbeitsgruppe und wird das Szenario vorstellen. In Workshops sollen sich die Teilnehmer*innen mit einzelnen Themenbereichen des Szenarios auseinandersetzen. Im Jahre 2020 soll es eine Kampagne zur zivilen Sicherheitspolitik in Köln (und Umgebung) geben.

Einführung und Begrüßung durch Joachim Ziefle, stellv. Leiter der Melanchthon-Akademie und Rainer Will, stellv. Leiter des Katholischen Bildungswerks.

Referenten: Ralf Becker, gewaltfrei handeln e. V., Mitglied der AG „Sicherheit neu denken“ der Evangelischen Landeskirche in Baden

Heiko Lietz, Theologe, führendes Mitglied der Friedens- und Bürgerrechtsbewegung in der DDR

Moderation: Christiane Lammers, Mitglied des Vorstands des Friedensbildungswerk

10.00 Uhr: Beginn
10.15 Uhr: Input von Heiko Lietz zum Paradigmenwechsel in der DDR
11.00 Uhr: Input von Ralf Becker mit dem Blick auf die BRD
12.30 Uhr: Mittagspause
13.15 Uhr: Vorstellung, Ideenfindung und Zuteilung von Barcamps und Workshops
14.00 Uhr: Arbeitsphase in den Workshops und Barcamps
15.15 Uhr: Abschlussrunde
16.00 Uhr: Ende

Eine Kooperation von: DFG-VK Gruppe Köln, Friedensbildungswerk Köln, Melanchthon-Akademie, Katholisches Bildungswerk Köln, Alois-Stoff-Bildungswerk der DFG/VK, Pax Christi Köln.

 

 

Universell gültig - aber nicht im Nahen Osten!

Die Lage der Menschenrechte

So 27.10.2019 / 17.00 – 19.00 Uhr / Forum der Volkshochschule am Neumarkt, Cäcilienstraße 29-33 Köln / 2 Ustd / Teilnahme kostenlos / Kurs 80-A1

Andreas Zumach . International verbindliche Völker- und Menschenrechtsnormen werden im Nahen Osten zunehmend missachtet und außer Kraft gesetzt. Nicht nur durch lokale Regierungen und Akteure, sondern auch durch die Großmächte. Zudem droht ein Krieg gegen Iran mit verheerenden Folgen für die ganze Region.

Andreas Zumach referiert jedes Jahr im FORUM Volkshochschule. Der renommierte taz-Korrespondent arbeitet in Genf am Hauptsitz der Vereinten Nationen und berichtet über die aktuelle Lage im Nahen und Mittleren Osten.

Eine Kooperation von VHS Köln, Friedensbildungswerk und Melanchthon-Akademie.

 

 

Kölner Friedensforum
Jeden 1. Mittwoch im Monat / 20.00 – 22.15 Uhr
Friedensbildungswerk Köln / Teilnahme kostenlos / Kurs 80-H1

Elvira Högemann . Der Kriegseinsatz der Bundeswehr im Ausland gilt fast schon als normal, widerspricht aber ihrem im Grundgesetz definierten Auftrag: Verteidigung. Militarisierung findet aber auch im Inland statt, in Schulen und Universitäten.

 

 

PAX AN! Arbeitskreis Frieden Köln
Jeden 1. & 3. Donnerstag im Monat / 20.30 – 22.30 Uhr
Allerweltshaus, Körnerstr. 77, Köln-Ehrenfeld / Teiln. kostenlos / Kurs 80-N2

Rolf Noack . Friedensarbeit kann nur in einem weiten Rahmen gesehen werden. Das ist der Ansatz dieser Veranstaltungsreihe: den Blick vom Militärischen zu erweitern und eine friedenspolitische Fragestellung aktueller Themen einzubringen.

 

 

Friedensinitiative Sülz-Klettenberg
Jeden Montag / 20.30 – 22.30 Uhr
Tersteegenhaus, Emmastr. 6, Köln-Sülz / Teilnahme kostenlos / 80-S10

Angelika Stroth . Wir beschäftigen uns mit der Rolle der Bundeswehr (Auslandseinsätze) sowie der zunehmenden Militarisierung der Gesellschaft. Schwerpunkte werden auch sein: Entwicklung im Nahen Osten (Syrien, Israel/Palästina, Iran), Afghanistan und der Ukraine.

 

 

Friedensarbeit im Stadtteil Mülheim
Jeden 1. Montag / 20.00 – 22.15 Uhr
Ev. Kirchengemeinde, Wallstr. 93, Köln Mülheim / Teiln. kostenlos / Kurs 80-F3

Harald Fuchs . Nach der Devise «Global denken, lokal handeln» setzen wir uns in Köln-Mülheim für die Sicherung des Friedens ein und überlegen, wie wir uns gemeinsam für dieses Ziel im Stadtteil betätigen können.

 

 

Bewegte Welt

 

Hiroshima/ Nagasaki

Die Veranstaltung zum Gedenken an die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki 1945 findet am Sa 10.08.2019 statt. Ab 18.30 Uhr beginnt die Veranstaltung im Hiroshima-Nagasaki Park (Innerer Grüngürtel/ Bachemer Str.) und endet mit der Lichteraktion am Aachener Weiher.

 

Aachener Friedenspreis 2019

Der Aachener Friedenspreis 2019 geht an die Kampagne «Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt» und den «Initiativkreis gegen Atomwaffen». Dies gab der Aachener Friedenspreis e.V. am Mittwoch, 8. Mai 2019 bekannt. An diesem Abend war die Friedensaktivistin Arianne Dettloff im Friedensbildungswerk Köln zu Gast. Mit Sekt wurde diese Auszeichnung gefeiert. >> Mehr zu Büchel unter atomwaffenfrei.de/

 

«Versammlungsrecht leicht gemacht»

– so lautete der Titel unserer Veranstaltung mit Jasper Prigge. Sein gerade erschienenes Buch ist unter felix-halle.de zu finden.

 

Die Geschichte der Treuhand

Im April war Marcus Böick im Friedensbildungswerk, danach haben verschiedene Medien über seine wissenschaftliche Arbeit über die Treuhand berichtet. Hier der Podcast eines Interviews auf WDR3.

 

Zur Außenpolitik Saudi Arabiens

„Die Außenpolitik Saudi Arabiens: Alte Ziele, neue Strategien“ von Sebastian Sons. >> Hier als PDF in Ergänzung seines Vortrages vom Frühjahr im FBK.

 

Neue Broschüre

Die AfD in Köln - eine Partei am rechten Rand

Beleuchtet werden Entstehungsgeschichte und Entwicklung, Strategie und Programmatik der AfD. Der Kreisverband Köln und die «Junge Alternative» werden unter die Lupe genommen, sowie die Arbeit der AfD-Fraktion im Kölner Stadtrat. Gutes Hintergrundmaterial für die Arbeit gegen Rechts.
Die AfD in Köln – eine Partei am rechten Rand.
16-seitige Broschüre.
Ab sofort kostenlos (gg. Portokosten & Spende) beziehbar beim Jugendclub Courage Köln e.V. Bestellung über: info@jc-courage.de

 

Aufarbeitung Atommüll

Auf der Tagung der evangelischen Akademie Loccum zur Endlagersuche für den Atommüll im Juni 2017 hat Roland Schüler einen Vortrag zur Vergangenheitsbewältigung gehalten. Der Text wird demnächst im Tagungsband erscheinen. >> Hier vorab das PDF

Am 03.02.2018 war unser Geschäftsführer Roland Schüler vom Nationalen Begleitgremium zu einer Tagung in Berlin eingeladen.

Im Rahmen der Ringvorlesung der FU Berlin ist Roland Schüler am Mi 03.07. 2019 zu Gast: >> Mehr im Flyer-PDF / >> Die Präsentation als PDF

 

»Adopt a Revolution:

Den syrischen Frühling unterstützen«. So heißt die Kampagne, die Geld und Paten/ Patinnen für die gewaltfreie syrische Bewegung zur Unterstützung sammelt. Mehr Info unter www.adoptrevolution.org . Die Zeitung als PDF finden Sie hier.

 

 

Go Top