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Archiv: Bildungsprogramm

Foto von Srijit Mudi by pexels

Einführung in „Restorative Circles“ – Konflikte im Kreis der Gemeinschaft willkommen heißen

„Wir haben Räume, um darin zu schlafen. Wir haben Räume, um darin zu essen. Es wird Zeit, dass wir uns Räume schaffen, in denen wir mit unseren Konflikten leben und sie verwandeln können.“
— Dominic Barter

Kennst du das Gefühl, wenn Worte nicht mehr reichen? Wenn nach schmerzlichen Auseinandersetzungen, nach Gewalt oder festgefahrenem Schweigen der andere Mensch nur noch bedrohlich erscheint? Wie kommen wir wieder zueinander?

Eine hoffnungsvolle Antwort kommt aus Brasilien: Restorative Circles (RC).

In diesem Einführungsseminar lernst du einen Prozess kennen, der Gruppen und Gemeinschaften dabei unterstützt, Konflikte nicht zu vermeiden, sondern sie willkommen zu heißen und daraus zu lernen. Alle Beteiligten eines Konflikts kommen in einen Kreis: diejenigen, die gehandelt haben, diejenigen, die betroffen sind, sowie Menschen aus dem sozialen Umfeld. Gemeinsam entsteht ein Raum für Zuhören, Verständnis und Veränderung.

Die Methode wurde von Dominic Barter mit den Menschen in den Favelas von Rio de Janeiro entwickelt und ist inspiriert von der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg. Sie hat sich besonders bewährt, um selbst in hochkonfliktreichen Situationen Heilung und Verbindung zu ermöglichen.

Restorative Circles können sich überall entwickeln: in Schulen, Teams, Wohngemeinschaften, Kirchen, Familien oder Nachbarschaften. Jeder Mensch kann einen Kreis initiieren.

Wir möchten allen Menschen die Teilnahme ermöglichen und bieten daher ein solidarisches Beitragsmodell an. Der Richtwert für die Teilnahme beträgt 220 €. Nach Selbsteinschätzung kann ein Beitrag zwischen 110 € und 300 € gewählt werden. Wer mehr geben kann, ermöglicht anderen die Teilnahme zu einem reduzierten Beitrag. Sollte die Gebühr dennoch eine Hürde sein, sprich uns bitte bei der Anmeldung an.

Eine Frau schreibt in einem Heft

Schreibend Frieden finden

In diesem 3-tägigen Bildungsurlaub mit Anna Ditges verbinden wir autobiografisches Schreiben mit Selbstermächtigung, Empathie und Resilienz. In praktischen Schreibeinheiten erproben wir, wie innerer Frieden durch den Prozess des Schreibens und Klarheit durch den bewussten Umgang mit Sprache gefördert werden können. Durch kreative Übungen, Reflexion und Austausch im geschützten Raum entsteht ein wertschätzender Blick auf die eigene Geschichte – eine Kraftquelle für inneren Frieden und Dialog auf Augenhöhe. 

Schreiben eröffnet hier einen leichten Zugang zu den eigenen Erfahrungen und ermöglicht neue Perspektiven. Im Zentrum stehen kreative Schreibübungen sowie der vertrauensvolle Austausch in der Gruppe. Die achtsame Atmosphäre fördert verbindende Kommunikation und gegenseitiges Verständnis und inspiriert zu neuen Ausdrucksformen. 

Ein besonderes Highlight bilden die Inspirationen von Hilde Domin. Ihre Texte öffnen den Blick für innere Klarheit, tiefe menschliche Erfahrung und die transformierende Kraft von Worten. Anna Ditges, die Hilde Domin filmisch begleitet hat, gibt Einblicke in Leben und Werk der Dichterin und zeigt, wie Schreiben und Lesen als Mittel der Selbstreflexion, Heilung und Kommunikation wirken können. 

Das autobiografische Schreiben wird so zum Schlüssel für Selbsterfahrung, Persönlichkeitswachstum und Resilienz. Es regt zugleich zur Auseinandersetzung mit eigenen Werten und Glaubenssätzen an, ermöglicht neue Sichtweisen und unterstützt, die eigene Geschichte mit mehr Klarheit und innerer Stärke zu betrachten. 

Hand mit Idee

Supervision für erfahrene Mediator:innen

Wenn du als Mediator:in erfolgreich arbeiten willst, gehört es dazu, deine eigene Arbeit regelmäßig zu reflektieren und supervidieren zu lassen. Das Format der Supervision bietet den passenden Rahmen, um genau das gemeinsam mit anderen zu tun.
Supervision ist außerdem Voraussetzung für die Lizenzierung durch Berufsverbände wie den Bundesverband Mediation e.V. oder für die Zertifizierung nach dem Mediationsgesetz.

Hand mit Idee

Digitaler Schnupperabend zur Grundausbildung Gewaltfreie Kommunikation

Der digitale Schnupperabend gibt dir einen ersten Einblick in unsere Grundausbildung „Gewaltfreie Kommunikation in Zeiten gesellschaftlichen Wandels“ und in die besondere Lernatmosphäre des Friedensbildungswerks.

Dieser Abend ist für dich, wenn du neugierig auf die Ausbildung bist und erleben möchtest, wie wir arbeiten, welche Inhalte dich erwarten und wie die Ausbildung aufgebaut ist. Für die Grundausbildung solltest du bereits an einer 2–3-tägigen Einführung in Gewaltfreie Kommunikation teilgenommen haben.

In einem kurzen, interaktiven Online-Format bekommst du einen Überblick, wie die Ausbildung persönliche Entwicklung, empathische Kommunikation und gesellschaftliches Engagement miteinander verbindet.

Du hast außerdem Zeit, die Dozentinnen kennenzulernen und kannst all deine Fragen stellen – zu den Inhalten, den Voraussetzungen oder zu den Möglichkeiten, die GFK im persönlichen, beruflichen oder gesellschaftlichen Kontext einzusetzen.

Die Logindaten werden dir kurz vorher zugeschickt.

Hände

Einführungsseminar zur Sozialen Verteidigung: Schützen was uns wichtig ist!

Einführungsseminar: Schützen was uns wichtig ist!

Wie wir uns besser ohne Waffen wehren

Gewaltfreier Widerstand hat sich vielfach als wirksamer erwiesen als Militär – gegen Diktaturen, Besatzung und Putschversuche. Oft blieb wenig Zeit zur Vorbereitung. Wie viel könnten wir erreichen, wenn wir uns frühzeitig darauf vorbereiten?

1989 wurde der Bund für Soziale Verteidigung (BSV) gegründet – in Folge der massenhaften gewaltfreien Widerstandserfahrungen der Friedensbewegung.

Seit dem Angriff auf die Ukraine baut das Netzwerk „Wehrhaft ohne Waffen“ (WoW) dezentrale Strukturen auf ohne militärischer Logik zu folgen. Denn:

Ohne Waffen können wir das was uns wichtig ist wirksamer verteidigen.

Nicht Grenzen, sondern unsere Lebensweise gilt es zu schützen. Statt uns auf „Feinde“ zu konzentrieren, setzen wir auf den Schutz der Menschenrechte, unserer Freiheit und der fundamentalen Lebensgrundlagen der Gesellschaft.

Bei einem Angriff schont die Soziale Verteidigung Menschenleben und Infrastruktur – und sie kann nicht besiegt werden wie ein Militär. Denn:

Wer uns besetzt, beherrscht uns noch lange nicht.

Gemeinsam wollen wir an diesem Samstag folgenden Fragen nachgehen:

  • Was ist uns wichtig?
  • Wer bzw. was bedroht uns/macht uns Angst?
  • Was ist Soziale Verteidigung und was nicht?
  • Wo setzt Soziale Verteidigung an?
  • Vor welchen neuen Herausforderungen steht sie?

Leitung: Goran Cutanoski, Frank Lohrbacher, Ariane Dettloff (DFG-VK) und Reinhard Egel-Völp („Wehrhaft ohne Waffen“ und Gründungsmitglied Bund für Soziale Verteidigung).

Bei Interesse und/oder Nachfragen wende dich gerne an: koeln-bonn@wehrhaftohnewaffen.de

Hand mit Idee

Digitaler Schnupperabend zur Mediationsausbildung

Unsere digitalen Schnupperabende zur Mediationsausbildung bieten einen praxisnahen Einblick in unsere Haltung, Arbeitsweise und in die Gestaltung unserer Mediationsausbildung sowie in die besondere Lernatmosphäre des Friedensbildungswerks. Sie richten sich ausdrücklich auch an Menschen ohne Vorkenntnisse und eröffnen Raum für Fragen zu Inhalten, Aufbau, Organisation und zum persönlichen oder beruflichen Nutzen einer Mediationsausbildung. 

In einem kurzweiligen, interaktiven Online-Format erlebst du beispielhaft, wie wir arbeiten, und erhältst einen ersten Eindruck davon, was Mediation als Haltung und Methode ausmacht. 

Die Schnupperabende finden dreimal jährlich statt und dauern ca. 75 Minuten, inklusive Zeit für Austausch und individuelle Fragen. Ziel ist es, Mediation erlebbar zu machen und Interessierten eine fundierte Entscheidungsgrundlage für eine Ausbildung mit Haltung und gesellschaftlicher Relevanz zu bieten. 

Unsere Ausbildung zur Mediator:in erfüllt die Anforderungen für die Zertifizierung nach § 6 Mediationsgesetz sowie für die Lizenzierung durch den Bundesverband Mediation (BM®). 

 

Die Logindaten werden dir kurz vorher zugeschickt.

Unsere Vorgängerinnen: Historikerinnen

Zum 40. Jubiläum des Kölner Frauengeschichtsvereins beleuchtet Irene Franken vergessene Historikerinnen aus Köln und dem Rheinland sowie Einflüsse von Gerda Lerner – und fragt: Wer schreibt heute Geschichte über wen?

Und schon im 17. Jahrhundert vermisste die in Köln geborene Anna Maria van Schurman Geschichtsschreibung über Frauen:  »… von den Spuren der Frauen wird in der Geschichtsschreibung so viel bleiben, wie von den Spuren eines Schiffes im Meer …«.

In allgemeinen Standardwerken zu Historiker*innen sind auch heute nur wenige Frauen zu finden. Kaum eine Zeitgenossin kann aus dem Stand eine berühmte deutsche Historikerin benennen. Sind immer noch die Spuren der akademischen Geschichtsschreibung schuld, die allein die großen Lehrstühle in den Blick nahm? – Dabei gab es gerade in Köln bzw. im Rheinland spannende Geschichtsschreiberinnen. Hier wurde die erste Geschichtswissenschaftlerin Deutschlands habilitiert, im Historischen Archiv arbeiteten früh Historikerinnen und Archivarinnen. Irene Franken begibt sich anlässlich des 40. Jubiläums des Kölner Frauengeschichtsvereins auf die Spuren einiger regionaler Vorgängerinnen  sowie die Einflüsse von Gerda Lerner aus den USA. Wir diskutieren: Wer schreibt heute über wen Geschichte?

Eine Kooperation vom Friedensbildungswerk und Kölner Frauengeschichtsverein.

Foto von Wilfried Porwol

Friedens-Fahrradtour 2026: Gemeinsam unterwegs für eine friedlichere Zukunft

Friedens-Fahrradtour 2026: Gemeinsam unterwegs für eine friedlichere Zukunft

Eine Woche Urlaub – und für den Frieden aktiv? Das geht!

Die DFG-VK und das Friedensbildungswerk laden dich herzlich ein zur Friedens-Fahrradtour NRW 2026. Wir verbinden aktives Radfahren mit politischem Engagement und gemeinsamer Freizeitgestaltung.

Die Route: Von der Sieg bis nach Dortmund
Die Tour startet in Siegen. Von dort radelst du der Sieg entlang bis nach Bonn, folgst dem Rhein flussabwärts durch Köln, Düsseldorf und Krefeld, um schließlich über Essen unser Ziel in Dortmund zu erreichen. Wir sind keine Rennfahrer: Unser Motto ist „Radeln im gemütlichen Tempo“. Du genießt die Strecke durch Städte, aber auch die idyllischen Abschnitte durch Wald und Wiesen.

An verschiedenen Orten führen wir kreative Aktionen durch, reflektieren wir gemeinsam aktuelle politische Entwicklungen, vertiefen dein Wissen über Friedenspolitik und entwickeln neue Perspektiven für eine zivile Gesellschaft.

Gemeinschaft & Erholung Zwischen den politischen Aktionen findest du Raum für Entspannung und Begegnung:

  • Unterkunft: Wir übernachten in Gruppenhäusern, Vereinsheimen und Jugendherbergen. Wenn du eine private Pension bevorzugst, kannst du diese selbstverständlich auch nutzen.
  • Gemeinsamkeit: Lerne neue Menschen kennen, finde Ruhe, gehe schwimmen oder mache Musik. Instrumente können bequem im Tourbus mitgeführt werden.
  • Offenheit: Jung und Alt sind gleichermaßen herzlich willkommen.

Warum diese Tour? Manchmal ist es genau die richtige Zeit für dich:

  • Die leere Batterie wieder aufzutanken,
  • Gemeinsamkeiten zu entdecken und gemeinsame Wege zu finden,
  • Und Spaß an Aktionen für eine gute Sache zu haben.

Dauer & Bildungsurlaub Die Tour erstreckt sich über neun Tage. Auch eine Teilnahme an einzelnen Etappen oder Teilstrecken ist möglich. Wenn du die gesamte Tour mitfährst, kann sie als 8- bzw. 9-tägiger Bildungsurlaub anerkannt werden.

Nutze diese inspirierende Gelegenheit, um der oft bedrückenden Nachrichtenlage zu entkommen, dich mit Gleichgesinnten zu vernetzen, gemeinsam zu lernen – und ein starkes, sichtbares Zeichen für den Frieden zu setzen.

Eine Kooperationsveranstaltung der DFG-VK und des Friedensbildungswerks.

Weitere Informationen und Details zur Anmeldung findest du hier.

Active Hope – Hoffnung gemeinsam MACHEN!

Wenn dir in der Welt nur noch wenig Hoffnung macht, ist jetzt genau der Moment um aktiv zu werden, um der Welt deine Hoffnung zu geben.

Denn Hoffnung – so beschreibt es Joanna Macy – ist kein passiver Zustand, sondern ein aktiver Prozess. Das bedeutet: Selbst in Zeiten, die hoffnungslos erscheinen, sind wir nicht machtlos. Wir können wählen, uns zu verbinden, uns auszurichten und zu handeln.

Der Ansatz von activ hope hilft uns dabei, dafür die nötige Energie und Mut aufzubringen. Statt unsere Kraft für die Verdrängung der Krisen in der Welt aufzubringen wenden wir uns genau diesem Schmerz zu und ziehen daraus unsere Handlungsmacht. Wir handeln, um damit unsere Hoffnung auf eine bessere Welt zu nähren. Und wir unterstützen uns in der Gruppe, um zu wissen, dass es uns nicht alleine so geht.

Möchtest du den Weg durch die Spirale der „Arbeit die wieder verbindet“ erleben? In diesem Workshop weben wir gemeinsam ein Netz aus Verbundenheit und Lebendigkeit, das uns stärkt, inspiriert und in Bewegung bringt. Wir durchlaufen die vier Stationen der spiralförmigen Prozessarbeit:

Dankbarkeit – Schmerz – Neuausrichtung – Handeln.

So entsteht ein intensiver und zugleich erfrischender Weg, der Mut macht und neue Perspektiven öffnet und dir ermöglicht, deinen Teil für das größere Ganze einzubringen.

Termine

  • Mi, 24.06.2026 von 18:00 – 21:15 Uhr

  • Fr, 26.06.2026 von 18:00 – 21:15 Uhr

  • Sa, 27.06.2026 von 10:00 – 15:00 Uhr

Wir bitten um eine verbindliche Teilnahme zu allen drei Einheiten.

Wir möchten allen Menschen die Teilnahme ermöglichen und bieten daher ein solidarisches Beitragsmodell an. Wir bitten um einen Beitrag nach Selbsteinschätzung zwischen 90 € und 150 €. Sollte die Gebühr dennoch eine Hürde sein, sprich uns bitte bei der Anmeldung an.