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Archiv: Bildungsprogramm

Kommunikation für den Wandel – Einführung in Gewaltfreie Kommunikation

Ein Bildungsurlaub zu GFK-Einführung und persönlicher Wirksamkeit im sozial-ökologischen Wandel.  

In Zeiten, die von Unsicherheit und gesellschaftlichen Krisen geprägt sind, wollen wir bei diesem Seminar drei Tage lang gemeinsam erforschen, wie wir mit Hilfe der Gewaltfreien Kommunikation klar, empathisch und wirksam handeln und so zu einem gelingenden Miteinander und positivem Wandel beitragen können. 

Du lernst, Gefühle und Bedürfnisse anhand der Schritte von Marshall B. Rosenberg klar zu erkennen und auszudrücken, empathisch zuzuhören und in Konflikten Wege zu finden, die Verbindung und Kooperation fördern – statt Recht zu behalten oder dich zurückzuziehen. Anhand eigener Beispiele aus deinem privaten oder beruflichen Umfeld übst du, schwierige Gespräche respektvoll und lösungsorientiert zu führen. 

Darüber hinaus erkunden wir, wie GFK gesellschaftlichen Wandel unterstützen kann: Wie können wir in Teams, Organisationen oder Gemeinschaften Strukturen fördern, die auf gegenseitiger Achtung, Kooperation und Nachhaltigkeit beruhen? Wir verbinden die persönliche Praxis der GFK mit Konzepten des sozial-ökologischen Wandels und Rosenbergs Dimensionen sozialen Wandels. 

Impulse, Austausch und praktische Übungen wechseln sich ab und laden dazu ein, den Blick zu schärfen, neue Perspektiven zu entdecken und Inspiration für den eigenen Alltag zu gewinnen. 

Einführung in die Gewaltfreie Kommunikation

Ob im Beruf oder im Privatleben – herausfordernde Gesprächssituationen gehören zum Alltag. In diesem Einführungsseminar lernst du die vier Schritte der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg kennen. Du erfährst, wie du Angriffe und Vorwürfe weniger persönlich nehmen und auf Gefühle und Bedürfnisse als Grundlage für wertschätzende Kommunikation achten kannst – auch in heiklen Situationen. Theoretische Impulse und praktische Übungen wechseln sich ab. Eigene Fallbeispiele aus dem Berufs- oder Privatalltag können dabei eingebracht und gemeinsam reflektiert werden.

 

Wir möchten allen Menschen die Teilnahme ermöglichen und bieten daher ein solidarisches Beitragsmodell an. Der Richtwert für die Teilnahme beträgt 150 €. Nach Selbsteinschätzung kann ein Beitrag zwischen 100 € und 230 € gewählt werden. Wer mehr geben kann, ermöglicht anderen die Teilnahme zu einem reduzierten Beitrag. Sollte die Gebühr dennoch eine Hürde sein, sprich uns bitte bei der Anmeldung an.

Menschen im Gespräch

Vertiefung zum Thema Recht und Mediation

Ein Fortbildungsangebot für Mediator:innen

In dieser eintägigen Fortbildung erhältst du einen kompakten Überblick über die rechtlichen Rahmenbedingungen der Mediation. Ziel ist es, deine mediative Praxis rechtlich fundierter einordnen und reflektieren zu können – insbesondere im Hinblick auf professionelle Abgrenzung, die Auftragsklärung und den Umgang mit komplexen Konfliktkonstellationen.

Ein besonderer Fokus liegt auf deiner rechtlichen Rolle als Mediator*in, den Pflichten aus dem Mediationsgesetz sowie den berufsrechtlichen Besonderheiten. Du setzt dich unter anderem mit den Themen Haftung, Verschwiegenheit und Versicherungsschutz auseinander und erfährst, worauf es bei der Vertragsgestaltung in der Mediation ankommt.

Inhalte im Überblick:

  • Grundlagen und Struktur des Mediationsgesetzes
  • Aufgaben, Rechte und Pflichten von Mediator*in
  • Berufsrechtliche Einordnung, Verschwiegenheit und Haftung
  • Vertragsgestaltung in der Mediation
  • Rechtsfolgen und Durchsetzbarkeit von Mediationsvereinbarungen

Freu dich auf eine abwechslungsreiche Mischung aus fachlichem Input, Austausch, Fallbeispielen und gemeinsamer Reflexion. Dabei bleibt viel Raum für deine Fragen und den Transfer in deine eigene Praxis.

Hand mit Idee

Digitaler Schnupperabend zur Grundausbildung Gewaltfreie Kommunikation

Der digitale Schnupperabend gibt dir einen ersten Einblick in unsere Grundausbildung „Gewaltfreie Kommunikation in Zeiten gesellschaftlichen Wandels“ und in die besondere Lernatmosphäre des Friedensbildungswerks.

Dieser Abend ist für dich, wenn du neugierig auf die Ausbildung bist und erleben möchtest, wie wir arbeiten, welche Inhalte dich erwarten und wie die Ausbildung aufgebaut ist. Für die Grundausbildung solltest du bereits an einer 2–3-tägigen Einführung in Gewaltfreie Kommunikation teilgenommen haben.

In einem kurzen, interaktiven Online-Format bekommst du einen Überblick, wie die Ausbildung persönliche Entwicklung, empathische Kommunikation und gesellschaftliches Engagement miteinander verbindet.

Du hast außerdem Zeit, die Dozentinnen kennenzulernen und kannst all deine Fragen stellen – zu den Inhalten, den Voraussetzungen oder zu den Möglichkeiten, die GFK im persönlichen, beruflichen oder gesellschaftlichen Kontext einzusetzen.

Die Logindaten werden dir kurz vorher zugeschickt.

7. Festival der Solidarität- Thema „Frieden“

Das Festival der Solidarität geht in diesem Jahr in die siebte Runde und wir freuen uns als Friedensbildungswerk wieder als Kooperationspartner mit dabei zu sein.

Es findet vom 22. bis 25. Oktober 2026 in Köln statt und ist bundesweit zu einer wichtigen Plattform für den Austausch über Menschenrechte sowie für Solidaritätsarbeit mit politischen Gefangenen und Verfolgten geworden.
Vor dem Hintergrund weltweit zunehmender Kriege und Konflikte – insbesondere in Ländern wie Syrien und dem Iran sowie dem sogenannten Friedensprozess in der Türkei – steht das diesjährige Festival unter dem Schwerpunkt „Frieden“. Frieden ist eine grundlegende Voraussetzung für ein respektvolles Zusammenleben, für gelebte Vielfalt, den Schutz der Menschenrechte und eine lebendige Demokratie.
Das Festival schafft Raum für Begegnung und Dialog – zwischen Betroffenen und Angehörigen ebenso wie zwischen engagierten Menschenrechtsaktivist:innen aus ganz Deutschland. Es versteht sich als Ort des Austauschs, der Vernetzung und der gemeinsamen Suche nach Perspektiven für eine gerechtere und friedlichere Zukunft. Der Kölner Oberbürgermeister Thorsten Burmester hat die Schirmherrschaft für das Festival übernommen.

Unter dem diesjährigen Schwerpunkt „Frieden“ freuen wir uns auf zahlreiche Gäste aus Politik, Journalismus, Menschenrechtsarbeit, Literatur und Kunst: darunter Kölns Bürgermeisterin Derya Karadağ, Prof. Dr. Kemal Bozay, Ilhan Sami Çomak und Angela Spizig, Adil Okay, Max Lucks (MdB), Lea Reisner (MdB), Carolin Kirsch (MdL), Gönül Eğlence (MdL), Jan Jessen, Eva-Maria Michelmann, Sadaf Zahedi, Dr. Kamal Sido, Mariam Claren, Said Boluri, Dr. Melek Zorlu, Kamuran Tanhan (DEM-Abgeordneter), RA Meral Hanbayat Yeşil und RA Gamze Yentür sowie die Musiker Udi Yervant, Collectif Medz Bazar und Irmak Karaca.

Wir freuen uns auf vier Tage voller Diskussionen, Lesungen, Musik, Film und Begegnungen und auf eure Teilnahme! Das vollständige Programm findest du auf der Webseite von Stimmen der Solidarität.

Filmszene aus "The people shall", 2025- Afrika Filmfestival Köln 2026

Film: The people shall

Das 23. Afrika Film Festival Köln findet vom 17. – 27. September 2025 statt.

Der folgende Film ist eine Kooperationsveranstaltung mit dem Friedensbildungswerk.

2024, Kenia: Die kenianische Jugend erhebt sich gegen den Haushaltsentwurf (Finance Bill 2024). Die Bewegung, die online ihren Anfang nahm, entwickelt sich zu einem der prägendsten Aufstände in der Geschichte des Landes. THE PEOPLE SHALL begleitet den Mut, die Trauer, die Wut und die Hoffnung einer Generation, die mehr politische Verantwortung, Würde und eine andere Zukunft einfordert. In diesem Dokumentarfilm liefern die Filmemacher Mark Maina und Nick Wambugu ein Zeugnis des Widerstands und eine Hommage an all jene, die sich erhoben haben, verletzt wurden oder im Kampf für ein verantwortungsbewussteres Kenia ihr Leben verloren haben.

In Anwesenheit von Mark Maina

R: Mark Maina, Nick Wambugu; Kenia 2025; OmeU; DCP; 61 min.

Filmszene aus "Nothing Happens After the Revolution", 2026. Afrika Filmfestival Köln 2026

Film: Nothing Happens After the Revolution

Das 23. Afrika Film Festival Köln findet vom 17. – 27. September 2025 statt.

Der folgende Film ist eine Kooperationsveranstaltung mit dem Friedensbildungswerk.

Während die Dreharbeiten von Produktionsproblemen überschattet werden, fühlt sich der Regisseur hin- und hergerissen zwischen seiner Arbeit und der Unmöglichkeit, in sein Herkunftsland Sudan zurückzukehren, wo eine Revolution ausbricht. Von Zweifeln an seinem Film Nothing Happens After the Revolution geplagt, beginnt er, seiner kleinen Tochter seine Muttersprache beizubringen. Als sein Kameramann Ägypten in Richtung Schweden verlässt und ihm schließlich mitteilt, dass er die Zusammenarbeit aufgibt, verändert sich auch der Ton der Off-Erzählung. Sie weitet sich zu einer nachdenklichen Reflexion über Exil, räumliche Distanz, Trauer und die Weitergabe von Sprache und Erinnerung.

R: Omar Ibrahim; Sudan 2026; OmeU; DCP, 76 min.

 

Filmszene aus "The women who poked the leopard", 2025- Afrika Filmfestival Köln 2026

Film: The women who poked the leopard

Das 23. Afrika Film Festival Köln findet vom 17. – 27. September 2025 statt.

Der folgende Film ist eine Kooperationsveranstaltung mit dem Friedensbildungswerk.

Dr. Stella Nyanzi ist eine ugandische Feministin, Forscherin im Bereich Gender Studies, Anthropologin und Dichterin. Sie verteidigt die Rechte queerer Menschen in einem konservativen Land, in dem Homosexualität mit der Todesstrafe bestraft wird. Nachdem sie 2017 wegen der Veröffentlichung eines scharfen Gedichts gegen Staatschef Yoweri Museveni, der seit fast 40 Jahren an der Macht ist, inhaftiert worden war, kandidierte sie 2020 bei den Parlamentswahlen, um seine sechste Amtszeit zu verhindern. In THE WOMEN WHO POKED THE LEOPARD zeichnet Patience Nitumwesiga ein intimes Porträt dieser Aktivistin, ihres hohen Opfers und der politischen Landschaft Ugandas. Ein Kampf, der nach wie vor aktuell ist und durch die Wiederwahl Musevenis im Januar 2026 neu entfacht ist.

In Anwesenheit von Patience Nitumwesiga

R: Patience Nitumwesiga; Uganda/SA/DE/USA 2025; OmeU; DCPt; 108 min.

„Die Welt gewinnen“ Buchvorstellung mit Kathrin Hartmann

Sie haben toxische Fabriken verhindert, Flüchtlingen ein Zuhause gegeben und Industriearbeitende mit der Klimabewegung vereint. Mit Solidarität und Einfallsreichtum haben sie den Mythos widerlegt, dass der Einzelne machtlos ist und Veränderungen immer von »oben« kommen müssen.

Kathrin Hartmann hat die mutigen Menschen getroffen, die sich in David-gegen-Goliath-Momenten erfolgreich gegen Energiekonzerne, Agrar-Multis und die Textilindustrie gewehrt haben. Sie erzählt vom Mut und der Stärke von Aktivistinnen und Aktivisten, die im globalen Süden, aber auch in Europa und Deutschland, das Leben ihrer Mitmenschen verbessern und berichtet von Graswurzelbewegungen, die mit globaler Perspektive soziale und ökologische Probleme aktiv und erfolgreich angehen. Sie zeigt, wie es möglich ist, die Zukunft trotz widrigster Umstände selbst zu gestalten und sich durch Rückschläge nicht entmutigen zu lassen – und warum wir immer Alternativen haben und was wir tun müssen, damit diese Wirklichkeit werden.

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW mit FIAN Deutschland e.V. und dem Friedensbildungswerk Köln.