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Archiv: Bildungsprogramm

Foto von Nothing Ahead by pexels

Austauschabend mit Anne Dietrich zu gewaltfreier Konflikttransformation in Afrika

Verbindung schaffen für soziale Veränderung

Austauschabend mit Anne Dietrich: Erfahrungen aus 20 Jahren gewaltfreier Konflikttransformation in Afrika

Damit alle Menschen in Würde leben können, braucht es angesichts wirtschaftlicher Ungerechtigkeit, gesellschaftlicher Spaltung und anderer Formen von Gewalt Veränderungen – in uns selbst und in unseren Gesellschaften. Wie können wir dazu beitragen?

Die Gewaltfreie Kommunikation (GFK) nach Marshall B. Rosenberg bietet einen praxisnahen Ansatz für einen respektvollen und friedlichen Umgang miteinander. Sie lädt dazu ein, eine Haltung der Verbundenheit, des freiwilligen Gebens und Nehmens sowie der gemeinsamen Verantwortung zu entwickeln – als Grundlage für nachhaltigen sozialen Wandel.

Nach einer kurzen Einführung in die Grundlagen der Gewaltfreien Kommunikation berichtet Anne Dietrich aus mehr als 20 Jahren internationaler Arbeit in der gewaltfreien Konflikttransformation. Als Fachkraft des Zivilen Friedensdienstes war sie unter anderem im Sudan, in Äthiopien, Ruanda und Burundi tätig und arbeitete dort gemeinsam mit Menschen und Organisationen an einem friedlicheren Miteinander.

Dieser Abend bietet Einblicke in ihre Erfahrungen und die Gelegenheit, Fragen zu stellen, sich auszutauschen und gemeinsam zu reflektieren.

Der Austauschabend richtet sich an alle Interessierten.

„Nein“, mir zuliebe! – Mut zum Nein sagen

Kennst du das? Jemand bittet dich um etwas, obwohl du eigentlich keine Zeit oder keine Kraft hast – und trotzdem sagst du „Ja“. Vielleicht möchtest du niemanden enttäuschen, Konflikte vermeiden oder einfach nicht unhöflich wirken.

Doch jedes „Ja“, das nicht wirklich aus Überzeugung kommt, kostet Energie. Wer die eigenen Grenzen immer wieder übergeht, gerät langfristig in Stress oder Überforderung.

In dieser Fortbildung lernst du auf Grundlage der Gewaltfreien Kommunikation (GFK) nach Marshall B. Rosenberg, deine Bedürfnisse ernst zu nehmen und deine Grenzen klar, wertschätzend und selbstbewusst zu kommunizieren. Ein „Nein“ muss keine Zurückweisung sein – es kann ein ehrliches „Ja“ zu dir selbst sein.

Im Seminar erfährst und übst du unter anderem,

  • was dich bisher davon abgehalten hat, dir ein „Ja, aber später“ oder ein „Nein“ zu erlauben, und was du dagegen tun kannst, 
  • bewusster abzuwägen, was du mit deinen Entscheidungen riskierst und was du dadurch gewinnst, 
  • zwischen tatsächlichen und vermeintlichen Risiken zu unterscheiden, um deine Ängste vor Konflikten besser in den Griff zu bekommen und weniger oft gegen deinen Willen nachzugeben, 
  • deine inneren Widerstände frühzeitig wahrzunehmen und 
  • sie so souverän zu kommunizieren, dass andere deine Entscheidung verstehen und akzeptieren, 
  • bei deiner Entscheidung zu bleiben – auch dann, wenn du auf Widerstand stößt. 

Die Fortbildung richtet sich an alle, die ihre Kommunikationsfähigkeit stärken und im Alltag selbstbestimmter handeln möchten – unabhängig davon, ob sie bereits Erfahrungen mit der Gewaltfreien Kommunikation haben oder nicht.

Dich erwartet eine abwechslungsreiche Mischung aus kurzen theoretischen Impulsen, lebendigen Gesprächen, praktischen Übungen und Rollenspielen mit eigenen Beispielen. So kannst du das Gelernte direkt auf deinen beruflichen und privaten Alltag übertragen.

Geleitet wird das Seminar von Jochen Hiester, langjährigem Trainer für Gewaltfreie Kommunikation, Konfliktbearbeitung und Mediation.

Entdecke, wie befreiend es sein kann, freundlich und klar „Nein“ zu sagen – ohne schlechtes Gewissen und mit einem guten Gefühl.

 

Gruppe unterhält sich

Dialog mit Andersdenkenden

Wie können wir im Dialog bleiben, wenn uns die Meinungen anderer herausfordern oder sogar widersprechen?

Gerade bei politischen oder gesellschaftlichen Themen gehen viele Menschen Konflikten lieber aus dem Weg – oder geraten schnell in hitzige Auseinandersetzungen, bei denen niemand wirklich zuhört. Doch wenn wir Menschen mit anderen Sichtweisen meiden oder ihnen nur unsere eigene Perspektive vermitteln möchten, entsteht selten ein echter Austausch.

In diesem dreitägigen Bildungsurlaub lernst du, wie Dialog auch bei tiefen Meinungsverschiedenheiten gelingen kann. Auf Grundlage der Gewaltfreien Kommunikation (GFK) nach Marshall B. Rosenberg entwickelst du Fähigkeiten, die es ermöglichen, andere wirklich zu verstehen – ohne ihre Position übernehmen oder gutheißen zu müssen.

Du erfährst, warum echtes Verstehen oft die Voraussetzung dafür ist, selbst gehört zu werden. Denn Menschen sind eher bereit, ihre eigene Sichtweise zu hinterfragen, wenn sie sich ernst genommen und verstanden fühlen.

Im Seminar lernst und erprobst du unter anderem:

  • wie du auch in schwierigen Gesprächen in Verbindung bleiben kannst,
  • wie du hinter Positionen Bedürfnisse und Beweggründe erkennst,
  • wie du empathisch zuhörst, ohne deine eigenen Werte aufzugeben,
  • wie du deine eigene Haltung klar und respektvoll ausdrückst,
  • wie konstruktive Dialoge selbst bei starken Meinungsunterschieden möglich werden.

Der Bildungsurlaub verbindet kurze theoretische Impulse mit praktischen Übungen, Gruppenarbeiten, Rollenspielen und gemeinsamen Reflexionen. So kannst du das Gelernte direkt ausprobieren und auf Situationen aus deinem Alltag übertragen.

Geleitet wird das Seminar von Jochen Hiester, langjährigem Trainer für Gewaltfreie Kommunikation, Konfliktbearbeitung und Mediation.

 

 

Klar und empathisch kommunizieren – Einführung in die GFK

In diesem fünftägigen Bildungsurlaub lernst Du die Grundlagen der Gewaltfreien Kommunikation (GfK) nach Marshall B. Rosenberg kennen. Das Ziel ist, Konflikte und Missverständnisse respektvoll und empathisch zu klären und ein wertschätzendes Miteinander zu fördern – beruflich wie persönlich. Die Methode hilft, herausfordernde Themen, bewusst und gewaltfrei anzusprechen und eine friedliche Haltung zu entwickeln.

Seminarinhalte im Überblick:

  • Grundhaltung und Annahmen, humanistisches Menschenbild
  • Die 3 Wege der GFK
  • Eigene Kommunikationsmuster erkennen – verbindend oder trennend?
  • Vorstellung des 4-Schritte-Modells der GfK: Beobachtung, Gefühl, Bedürfnis, Bitte
  • Klarheit und Wahrnehmung der eigenen Gefühle und Bedürfnisse
  • Umgang mit und Selbstausdruck von starken Gefühlen
  • Empathie und Verständnis für Konfliktpartner:innen entwickeln
  • Praktische Übungen zur Konfliktlösung und zur Förderung eines friedlichen Miteinanders

Der Bildungsurlaub bietet Raum für Entwicklung im Berufsleben, Reflexion und konkrete Anwendung der GFK –  und ist für alle gedacht, die ihre Kommunikations- und Konfliktlösungskompetenzen erweitern möchten.

Geleitet wird der Bildungsurlaub von der CNVC-zertifizierten GFK-Trainerin Sonja Nowakowski, die die Inhalte praxisnah und lebendig vermittelt.

Foto von Christian Krebel auf Unsplash

Jenseits von Schuld und Strafe – Einführung in die Restorative Justice

«Restorative Justice» (RJ) – ein Begriff, der nur schwer ins Deutsche übersetzbar ist – bezeichnet eine Theorie sowie eine weltweite Bewegung, deren Inhalt und Ziel es ist, mit schmerzhaften Konflikten und Unrecht einen anderen Umgang zu finden. Namentlich einen Umgang, der auf Strafe verzichtet, der keiner höheren Instanzen («Staat») bedarf, sondern «den Konflikt den Menschen als ihr Eigentum zurückgibt» (Nils Christie).

Wichtige Eckpunkte der RJ sind der gleichberechtigte Dialogprozess zwischen allen Konfliktbeteiligten, die Übernahme von Verantwortung für die Handlungen der Vergangenheit und für den Prozess der Konfliktklärung, das gegenseitige Zuhören und Verstehen, die Wiedergutmachung (oder eine Annäherung daran) sowie die Wahrung der Autonomie und der Respekt vor der Integrität aller. Es scheint für viele vielleicht zunächst unvorstellbar, dass sich Geschädigte, Beschuldigte und weitere Betroffene an einen Tisch setzen, um über zum Teil äußerst schmerzhaftes Geschehenes zu sprechen und dann eine gemeinsame Lösung auszuhandeln. Es ist aber, wenn es gelingt, ein für alle ermächtigender und heilsamer Prozess, der zu mehr Frieden im Leben der Menschen und in der Gesellschaft führen kann.

Restorative Justice Expertin Rehzi Malzahn wird an diesem Abend die verschiedenen Aspekte und Methoden der Restorative Justice erläutern, Fragen beantworten und auf mögliche Zweifel sensibel eingehen. Sie lädt dazu ein, die Angst vor dem Austragen – auch schmerzhafter – Konflikte abzulegen, echte Begegnung zuzulassen und traditionelle Vorstellungen von Schuld und Strafe hinter sich zu lassen.

Teilnahme nach dem Prinzip „Zahl, was du kannst“. Jede Person soll unabhängig von ihrer finanziellen Situation teilnehmen können. Wer kann, unterstützt unsere gemeinnützige Bildungsarbeit mit einer freiwilligen Spende.

Einführung in die Gewaltfreie Kommunikation

Ob im Beruf oder im Privatleben – herausfordernde Gesprächssituationen gehören zum Alltag. In diesem Einführungsseminar lernst du die vier Schritte der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg kennen. Du erfährst, wie du Angriffe und Vorwürfe weniger persönlich nehmen und auf Gefühle und Bedürfnisse als Grundlage für wertschätzende Kommunikation achten kannst – auch in heiklen Situationen. Theoretische Impulse und praktische Übungen wechseln sich ab. Eigene Fallbeispiele aus dem Berufs- oder Privatalltag können dabei eingebracht und gemeinsam reflektiert werden.

 

Wir möchten allen Menschen die Teilnahme ermöglichen und bieten daher ein solidarisches Beitragsmodell an. Der Richtwert für die Teilnahme beträgt 110 €. Nach Selbsteinschätzung kann ein Beitrag zwischen 60 € und 200 € gewählt werden. Wer mehr geben kann, ermöglicht anderen die Teilnahme zu einem reduzierten Beitrag. Sollte die Gebühr dennoch eine Hürde sein, sprich uns bitte bei der Anmeldung an

Zwischen Macht & Ohnmacht – Deinen Einfluss bewusst gestalten

In diesem eintägigen Workshop tauchst du intensiv in persönliche Erfahrungen von Macht und Ohnmacht ein. Du bringst eigene Situationen aus Alltag und Beruf ein – z. B. als Führungskraft oder Teammitglied, Vermieter:in oder Mieterin, Lehrende:r oder Lernende:r.

Gemeinsam erkunden wir den Unterschied zwischen „Macht über“ und „Macht mit“ und reflektieren, wie diese Dynamiken Beziehungen, Teams und Organisationen prägen. Wir betrachten typische Muster, Glaubenssätze und Strategien, die wir im Umgang mit Macht und Ohnmacht entwickelt haben, und prüfen, wie sie uns wirksam oder blockierend beeinflussen.

Mit der Haltung der Gewaltfreien Kommunikation (GFK) entwickelst du praxisnahe Wege, eigene Handlungsspielräume zu erweitern, Konflikte konstruktiv zu gestalten und Einfluss auf berufliche und gesellschaftliche Zusammenhänge zu nehmen. Ziel ist es, Bewusstsein für Machtstrukturen zu stärken, persönliche Wirksamkeit zu entfalten und konkrete Werkzeuge für den Alltag zu erlernen.

Das erwartet dich:

  • Vertiefende Arbeit mit eigenen Beispielen aus Alltag, Beruf oder Ehrenamt
  • Reflexion eigener Machtmuster, Glaubenssätze und Strategien
  • Einführung in die vier Schritte der GFK für Selbstklärung und Selbstausdruck
  • Erkundung der Paradoxe von Macht und Ohnmacht (inspiriert von Eva Stützel’s Buch „Machtvoll verändern“)  
  • Praxisnahe Methoden zur Erweiterung von Handlungsspielräumen
  • Wechsel zwischen theoretischen Impulsen, Gruppenarbeit, Rollenspielen und Körperübungen
  • Sicherer Raum für persönliche Erfahrungen und Austausch

Vorkenntnisse in GFK sind nicht erforderlich – Offenheit und Neugier für eigene Erfahrungen genügen.

Dank der Förderung durch das Weiterbildungsgesetz NRW ist dieses Angebot im Rahmen der Entwicklungspauschale kostenfrei. Dadurch können wir neue Formate entwickeln, die gezielt auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen reagieren. Wenn Sie unsere Arbeit darüber hinaus unterstützen möchten, freuen wir uns über eine freiwillige Spende zugunsten unserer gemeinnützigen Bildungsarbeit.

Eine Frau schreibt in einem Heft

Schreibend Frieden finden

In diesem 3-tägigen Bildungsurlaub mit Anna Ditges verbinden wir autobiografisches Schreiben mit Selbstermächtigung, Empathie und Resilienz. In praktischen Schreibeinheiten erproben wir, wie innerer Frieden durch den Prozess des Schreibens und Klarheit durch den bewussten Umgang mit Sprache gefördert werden können. Durch kreative Übungen, Reflexion und Austausch im geschützten Raum entsteht ein wertschätzender Blick auf die eigene Geschichte – eine Kraftquelle für inneren Frieden und Dialog auf Augenhöhe. 

Schreiben eröffnet hier einen leichten Zugang zu den eigenen Erfahrungen und ermöglicht neue Perspektiven. Im Zentrum stehen kreative Schreibübungen sowie der vertrauensvolle Austausch in der Gruppe. Die achtsame Atmosphäre fördert verbindende Kommunikation und gegenseitiges Verständnis und inspiriert zu neuen Ausdrucksformen. 

Ein besonderes Highlight bilden die Inspirationen von Hilde Domin. Ihre Texte öffnen den Blick für innere Klarheit, tiefe menschliche Erfahrung und die transformierende Kraft von Worten. Anna Ditges, die Hilde Domin filmisch begleitet hat, gibt Einblicke in Leben und Werk der Dichterin und zeigt, wie Schreiben und Lesen als Mittel der Selbstreflexion, Heilung und Kommunikation wirken können. 

Das autobiografische Schreiben wird so zum Schlüssel für Selbsterfahrung, Persönlichkeitswachstum und Resilienz. Es regt zugleich zur Auseinandersetzung mit eigenen Werten und Glaubenssätzen an, ermöglicht neue Sichtweisen und unterstützt, die eigene Geschichte mit mehr Klarheit und innerer Stärke zu betrachten. 

Sprechen und Zuhören – Demokratie erleben

„Sprechen & Zuhören“ ist ein einfaches, wirkungsvolles Dialogformat, das eine respektvolle Gesprächskultur fördert. Es schafft Räume, in denen alle Menschen sich auf Augenhöhe begegnen können.

Ziel ist es, Vertrauen aufzubauen und demokratische Verständigung zu ermöglichen, besonders in Zeiten gesellschaftlicher Spannungen. Persönliche Gefühle und Einstellungen werden dabei als wertvoller Teil des politischen Diskurses anerkannt – nicht ausgeblendet. Menschen können sich auf Augenhöhe begegnen und ihre Gedanken, Gefühle und Einstellungen zu einem Thema ausdrücken – ohne Unterbrechung und Bewertung.

Jede Sichtweise und Erfahrung ist willkommen, wird entgegengenommen und ist eine wertvolle Bereicherung für alle Beteiligten:

Wer spricht, wird gehört.
Wer zuhört, kann verstehen.
Wer verstanden wird, ist bereit, Brücken zu bauen.

Thema des Abends (z.B.):

Wie geht es Dir damit, wenn Du in den Nachrichten hörst, wir müssten alle „kriegstüchtig“ werden?

Wie erlebst Du Krieg und Frieden beim Umgang mit den Menschen in Deiner Umgebung?

(Die Formulierung des Themas ist vorläufig. Sie kann aus aktuellem Anlass variieren)

Wir freuen uns auf einen offenen, inspirierenden Abend mit dir!
Melde dich gern vorher an – das hilft uns bei der Planung, die Teilnahme ist kostenfrei.

Ankommen ist ab 18:45 Uhr möglich – wir freuen uns auf dich!

Eine Kooperationsveranstaltung von Friedensbildungswerk und Katholisches Bildungswerk.

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