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Archiv: Bildungsprogramm

Was macht Peerberater:innen aus von Martina Bünger

Wie ich bin, bin ich gut – Fortbildung für Peer-Berater:innen

Werde zertifizierte:r Peer-Berater:in: Jedes Jahr bieten wir eine einjährige berufsbegleitende Fortbildung an!


Im September 2026 startete die 12-tägige Fortbildungsreihe zur zertifizierten Peer-Beratung. Diese stärkende Qualifizierung richtet sich an Menschen mit Behinderung – egal ob mit körperlichen, psychischen oder kognitiven Einschränkungen – und an ihre Unterstützer:innen.

Warum mitmachen?

Du lernst, andere Menschen mit Behinderung in ihrer Entwicklung zu beraten – in Wohneinrichtungen, Werkstätten oder Beratungsstellen. Gleichzeitig stärkst Du Deine Rolle und kannst aktiv zur Veränderung in Deiner Einrichtung beitragen, z. B. beim Gewaltschutz.

Peer-Beratung wirkt.

Peer-Beratung bedeutet: Menschen mit ähnlichen Erfahrungen beraten einander auf Augenhöhe. Das schafft Vertrauen, baut Hürden ab – und lässt alle Beteiligten wachsen.

Was erwartet Dich?

  • Grundlagen der Peer-Beratung

  • Beratungsgespräche führen & reflektieren

  • Auseinandersetzung mit der eigenen Rolle und Behinderung

  • Systemische Methoden & lösungsorientiertes Denken

  • Zukunftsplanung und Selbststärkung

Das Besondere:

Die Fortbildung ist inklusiv gestaltet – für alle Behinderungsarten. Vielfalt wird hier als Stärke gesehen. Du lernst mit und von anderen. Und: Du bringst Deine eigenen Erfahrungen ein. Ganz im Sinne von:
„Wie ich bin, bin ich gut!“

Ort & Rahmen:

Die Fortbildung findet jeweils Samstags in barrierefreien Räumen in Brühl statt. Die Gruppe ist klein (12–16 Personen) – für persönliche Begleitung und ein gutes Miteinander. Bei Bedarf organisieren wir z. B. Gebärdensprach- oder Schriftdolmetschung. Sprich uns einfach an.

Termine Inhalte
12.09.2026 Modul 1: Kennenlernen, mit der Gruppe vertraut werden, Grundlagen, Schwerpunkte und Möglichkeiten der Peer-Beratung
17.10.2026 Modul 2: Struktur und Rahmen einer guten Beratung
28.11.2026 Modul 3: Kommunikation – Wie funktioniert ein gutes Beratungsgespräch?
23.01.2027 Modul 4: Von der Haltung zur Intervention -Grundlagen systemischer Beratung
27.02.2027 Modul 5: Peer-Beratung
03.04.2027 Modul 6: Grenzen setzen, Selbstbehauptung und Förderung von Selbstbewusstsein
15.05.2027 Modul 7: Auseinandersetzung mit der eigenen Behinderung/ chronischen Erkrankung und der (Berufs-) Rolle der Tandem-Berater:in
12.06.2027 Modul 8: Methoden-Tag, Vertiefung Systemische Haltung und Techniken
24.07.2027 Modul 9: Sterben, Tod und Trauer
18.09.2027 Modul 10: Erleben des Modells Zukunftsplanung
16.10.2027 Modul 11: Einführung in die Streitschlichtung/Mediation und in die Gewaltfreie Kommunikation
20.11.2027 Modul 12: Evaluation und Abschluss-Modul

Kosten:

Die Kosten betragen 2.400€ für alle 12 Seminartage.

Wenn du Schwierigkeiten hast, die TN-Gebühr voll zu zahlen, melde dich bitte bei uns.

Menschen im Gespräch

Vertiefung zum Thema Recht und Mediation

Ein Fortbildungsangebot für Mediator:innen

In dieser dreitägigen Fortbildung setzen sich die Teilnehmenden vertieft mit den rechtlichen Rahmenbedingungen der Mediation auseinander. Ziel ist es, die eigene mediative Praxis rechtlich fundierter einordnen und reflektieren zu können – insbesondere im Hinblick auf professionelle Abgrenzung, Auftragsklärung und den Umgang mit komplexeren Konfliktkonstellationen.

Ein besonderer Fokus liegt auf der rechtlichen Stellung der Mediator:in, den Pflichten aus dem Mediationsgesetz, sowie den berufsrechtlichen Besonderheiten – einschließlich Haftung, Verschwiegenheit und Versicherungsfragen. Darüber hinaus wird das Thema Vertragsgestaltung in der Mediation praxisnah behandelt.

Ein weiterer zentraler Bestandteil des Seminars ist die Auseinandersetzung mit der Abgrenzung der Mediation zu anderen Verfahren der Konfliktbearbeitung (z. B. Schlichtung, Güteverfahren, Gerichtsverfahren) sowie mit der Eignung verschiedener Konflikte aus unterschiedlichen Rechtsgebieten (z. B. Erb-, Familien-, Arbeits- oder Gesellschaftsrecht) für eine Mediation. Anhand typischer Fallbeispiele wird analysiert, wann und warum Mediation ein geeigneter Weg ist – und wann nicht.

Darüber hinaus werden die rechtlichen Unterschiede verschiedener Konfliktbeilegungsergebnisse beleuchtet. Dabei geht es um die Abgrenzung zwischen Urteilen, Beschlüssen, anwaltlichen bzw. richterlichen Vergleichen und Mediationsvereinbarungen – einschließlich ihrer Rechtswirkungen und Vollstreckbarkeit.

Den Abschluss bildet eine gemeinsame Reflexion, in der persönliche Erkenntnisse und offene Fragen Raum finden.

Inhalte im Überblick:

  • Grundlagen und Struktur des Mediationsgesetzes

  • Aufgaben, Rechte und Pflichten der Mediator:in

  • Berufsrechtliche Einordnung, Verschwiegenheit, Haftung

  • Vertragsgestaltung in der Mediation

  • Abgrenzung der Mediation zu anderen Verfahren

  • Konfliktdynamiken und ihre Eignung für Mediation

  • Konfliktbeilegungsergebnisse im Vergleich (Urteil, Vergleich, Mediationsvereinbarung)

  • Rechtsfolgen und Durchsetzbarkeit von Vereinbarungen

  • Fallbeispiele aus verschiedenen Rechtsgebieten

  • Reflexion der eigenen Rolle und Haltung

Die Fortbildung bietet einen fundierten Mix aus Input, Austausch, Fallanalyse und Reflexion – mit viel Raum für Fragen und Praxisbezug.

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Wenn Mediation an Grenzen stößt – Der No Blame Approach bei Mobbing

Mediation kann auch an Grenzen stoßen. Wann ist die Mediation nicht mehr  die erste Wahl?   Wie kann z.B. Mobbing in Jugendgruppen und Schulen begegnet werden?  Hier hat sich die Anwendung des Interventionsansatzes No Blame Approach bewährt.  Die Philosophie des Ansatzes und die Haltung der durchführenden Person haben viele Schnittstellen mit Mediation, auch in der Gesprächsführung sind mediatorische Elemente enthalten.

Der No Blame Approach (wörtlich: Ohne Schuld Ansatz) ist eine lösungsorientierte Intervention, die das Mobbing beenden soll und gleichzeitig die Situation des/der Mobbing-Betroffenen positiv verändern will. Dabei verzichtet der No Blame Approach auf Schuldzuweisungen und Bestrafungen. Stattdessen werden die Mitschüler:innen aktiv einbezogen, um negative Gruppendynamiken zu durchbrechen. Der Ansatz vertraut auf die Ressourcen und Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen, selbst wirksame Lösungen herbeizuführen. Sozialarbeitende und Lehrkräfte, die den No Blame Approach anwenden, berichten von ausgesprochen positiven Erfahrungen.

Was lernst du?
In dieser Fortbildung lernst du den No Blame Approach als praxisbewährte, alternative Interventionsmethode kennen. Du erhältst das nötige Handwerkszeug, um den Ansatz direkt in deiner täglichen Arbeit anwenden zu können.

Für wen ist die Fortbildung?
Die Fortbildung richtet sich an ausgebildete Mediator:innen, die ihre Kompetenzen in der Konfliktvermittlung erweitern wollen und/oder die sich für die Zertifizierung gemäß §6 Mediationsgesetz weiterbilden möchten.  Auch für pädagogische Fachkräfte, die in Schulen, Jugendhilfeeinrichtungen oder Jugendgruppen tätig sind – und nach handlungsorientierten, alltagstauglichen Methoden im Umgang mit Mobbing suchen- ist diese Fortbildung empfehlenswert.

Hebräisch für Fortgeschrittene

Der Kurs richtet sich an Hebräischschüler:innen, die bereits über Kenntnisse im Schreiben und Lesen auf Hebräisch verfügen, einer Konversation folgen können, und Kenntnisse der Verbformen in Vergangenheit und Gegenwart haben. Während des Kurses werden wir mehr Sicherheit beim Sprechen entwickeln und ein besseres Verständnis beim Hören von Hebräisch erreichen. Wir werden mit verschiedenen Textformen, Übungen, Liedern, Videos und Spielen arbeiten, um mit viel Spaß in die hebräische Sprache einzutauchen.

Eyal Dinar arbeitet seit 2012 freiberuflich in Deutschland als Hebräischlehrer, und gibt Einzel- und Gruppenunterricht für Anfänger:innen und Fortgeschrittene sowie für Konversationskurse. Er hat mehrere Gruppen-Sprachreisen ins Berliner Umland, im Rheinland, und nach Israel durchgeführt. Seit 2016 unterrichtet er in Düsseldorf, Köln und der Region sowohl in Präsenz als auch online.

Hocharabisch für Anfänger:innen

Erlerne Hocharabisch – die verbindende Sprache der arabischen Welt! Dieser Kurs bietet eine fundierte Einführung in Sprache, Literatur und Kultur. Du erwirbst nützliche Kommunikationsfähigkeiten und verstehst die kulturellen Besonderheiten dieser reichen Sprachwelt, ideal für Beruf und Alltag. Für Interessierte kann es auch eine Einführung in den Ägyptischen Dialekt geben. Unser Kursleiter Said Abouchdak stammt aus Tetouan – Marokko und lebt seit 2003 in Köln. Anmeldung erforderlich.

Schreiben verändert dein Leben

In diesem 5-tägigen Bildungsurlaub nutzen wir kreatives sowie autobiografisches Schreiben als Weg zu Empathie, Selbstermächtigung und innerem Frieden. Im geschützten Raum fördern Reflexion, Austausch und kreative Übungen eine tiefere Verbindung zur eigenen Lebensgeschichte und ermöglichen eine achtsamere und differenziertere Selbstwahrnehmung – als Basis für neue Perspektiven, echte Kommunikation und persönliche Entwicklung. 

Schritt für Schritt erarbeiten die Teilnehmenden eine Sammlung von Texten, die individuelle Lebensstationen beleuchten, existenzielle Fragen aufwerfen und größere Zusammenhänge sichtbar machen. Der kontinuierliche, vertrauensvolle Austausch in der Gruppe stärkt das soziale Gefüge, fördert persönliche Selbstbestimmung und eröffnet neue Wege zu Führungskompetenz, Empathie, Konfliktfähigkeit, Resilienz und kollektiver Inspiration. 

Ein besonderes Highlight des Seminars bildet die Lektüre ausgewählter Gedichte der Lyrikerin Hilde Domin, welche von der Kursleiterin Anna Ditges in den letzten beiden Jahren ihres ereignisreichen Lebens filmisch begleitet wurde. Anna Ditges, Autorin und Filmemacherin, praktiziert seit dieser tiefen zwischenmenschlichen Begegnung unterschiedliche Schreibmethoden als Mittel zu Selbstverständigung, Heilung und Kommunikation. Im Seminar spricht sie über die Entstehung des außergewöhnlich nahen Films „ICH WILL DICH – Begegnungen mit Hilde Domin“, über bewegende Erlebnisse mit der Grande Dame der deutschen Nachkriegsliteratur und die Bedeutung des Schreibens für sich selbst, auch als Drehbuchautorin und Vermittlerin von Geschichten, die verbinden. 

Die Teilnehmenden erhalten so einen tiefen Einblick in kreative Schreibmethoden – vom lyrischen und szenischen bis zum autobiografischen Schreiben – und erleben die transformative und friedensstiftende Kraft von Worten. Sie werden inspiriert, ihr eigenes Schreiben zu entdecken und neue Ausdrucksformen zu erproben. 

Dieser Bildungsurlaub bietet Raum für Reflexion, kreative Entfaltung und persönliche Entwicklung. Er lädt alle ein, die ihre Lebensgeschichte erkunden und bewusster gestalten möchten. Dabei entstehen Impulse für Verbindung, Bewusstheit und Verständigung. 

Eine Frau schreibt in einem Heft

Schreibend Frieden finden

In diesem 3-tägigen Bildungsurlaub mit Anna Ditges verbinden wir autobiografisches Schreiben mit Selbstermächtigung, Empathie und Resilienz. In praktischen Schreibeinheiten erproben wir, wie innerer Frieden durch den Prozess des Schreibens und Klarheit durch den bewussten Umgang mit Sprache gefördert werden können. Durch kreative Übungen, Reflexion und Austausch im geschützten Raum entsteht ein wertschätzender Blick auf die eigene Geschichte – eine Kraftquelle für inneren Frieden und Dialog auf Augenhöhe. 

Schreiben eröffnet hier einen leichten Zugang zu den eigenen Erfahrungen und ermöglicht neue Perspektiven. Im Zentrum stehen kreative Schreibübungen sowie der vertrauensvolle Austausch in der Gruppe. Die achtsame Atmosphäre fördert verbindende Kommunikation und gegenseitiges Verständnis und inspiriert zu neuen Ausdrucksformen. 

Ein besonderes Highlight bilden die Inspirationen von Hilde Domin. Ihre Texte öffnen den Blick für innere Klarheit, tiefe menschliche Erfahrung und die transformierende Kraft von Worten. Anna Ditges, die Hilde Domin filmisch begleitet hat, gibt Einblicke in Leben und Werk der Dichterin und zeigt, wie Schreiben und Lesen als Mittel der Selbstreflexion, Heilung und Kommunikation wirken können. 

Das autobiografische Schreiben wird so zum Schlüssel für Selbsterfahrung, Persönlichkeitswachstum und Resilienz. Es regt zugleich zur Auseinandersetzung mit eigenen Werten und Glaubenssätzen an, ermöglicht neue Sichtweisen und unterstützt, die eigene Geschichte mit mehr Klarheit und innerer Stärke zu betrachten. 

GFK in Gruppen: GfK trifft Dialog

Die GFK (nach M.B.Rosenberg) mit den 4 Schritten und der DIALOG (nach D. Bohm u.a.) mit seinen sogenannten Kernfähigkeiten (u.a. respektvoll Zuhören, von Herzen sprechen, eine lernende Haltung einnehmen) unterstützen sich gegenseitig. Sie fördern die Haltung eines wohlwollenden, verbindenden Miteinanders, führen zu Klarheit bei gleichzeitiger Vielfalt und schaffen Freiräume für kreative und neue Sichtweisen.

Angesprochen sind alle, die in privaten, beruflichen und pädagogischen Gruppen zu friedlichem Miteinander, Kreativität und Leichtigkeit beitragen möchten.

Bei Bedarf können nach diesem Seminar Übungsgruppen (anfangs unter professioneller Anleitung) organisiert werden.

Helga Klier ist Trainerin für Gewaltfreie Kommunikation und Konfliktmanagement/ Supervisorin / Dialogfacilitator für Paare und Gruppen / Dozentin für Erwachsenenpädagogische Qualifizierung in der Weiterbildung.