Ziviler Ungehorsam als demokratische Praxis
Gewaltfreie Strategien zum Schutz und zur Stärkung der Demokratie
Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Sie lebt vom Engagement informierter und handlungsfähiger Bürger*innen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen – auch dann, wenn demokratische Grundwerte unter Druck geraten. Dieser Bildungsurlaub versteht zivilen Ungehorsam und gewaltfreie Aktion nicht nur als theoretische Konzepte, sondern als konkrete demokratische Handlungspraxis, die stärkt, ermutigt und neue Perspektiven für gesellschaftliches Engagement eröffnet.
Im Mittelpunkt stehen gewaltfreie Strategien als ethisch begründete, verantwortungsvolle und ausdrücklich gewaltfreie Formen politischer Beteiligung. Neben der Theorie der Gewaltfreiheit nach Theodor Ebert werden weitere prägende Ansätze einbezogen, u. a. von Goss-Meyer (Gütekraft), Joanna Macy und Martin Luther King Jr. Diese unterschiedlichen Perspektiven eröffnen ein vielschichtiges Verständnis von Gewaltfreiheit als Haltung, Strategie und gesellschaftliche Kraft.
Das Seminar verbindet politische Bildung mit körperorientierten, erfahrungsbasierten und kreativen Methoden, die Selbstwahrnehmung, Präsenz und Handlungskompetenz stärken. Historische und aktuelle Beispiele sowie Projekt- und Initiativenbesuche in Köln machen sichtbar, wie ziviler Ungehorsam, Protest und Demokratiearbeit konkret gelebt werden.
Die Teilnehmenden reflektieren eigene Haltungen, Grenzen und Möglichkeiten und entwickeln neue Handlungsoptionen für ein wirksames, gewaltfreies und demokratisches Engagement.
Zielgruppe: alle Interessierten die sich fest in der demokratischen Grundordnung verankern.