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Einführung in „Restorative Circles“ – Konflikte im Kreis der Gemeinschaft willkommen heißen

Foto von Srijit Mudi by pexels

„Wir haben Räume, um darin zu schlafen. Wir haben Räume, um darin zu essen. Es wird Zeit, dass wir uns Räume schaffen, in denen wir mit unseren Konflikten leben und sie verwandeln können.“
— Dominic Barter 

Kennst du das Gefühl, wenn Worte nicht mehr reichen? Wenn nach schmerzlichen Auseinandersetzungen, nach Gewalt oder festgefahrenem Schweigen der andere Mensch nur noch bedrohlich erscheint? Wie kommen wir wieder zueinander? 

Eine hoffnungsvolle Antwort kommt aus Brasilien: Restorative Circles (RC). 

In diesem Einführungsseminar lernst du einen Prozess kennen, der Gruppen und Gemeinschaften dabei unterstützt, Konflikte nicht zu vermeiden, sondern sie willkommen zu heißen und daraus zu lernen. Alle Beteiligten eines Konflikts kommen in einen Kreis: diejenigen, die gehandelt haben, diejenigen, die betroffen sind, sowie Menschen aus dem sozialen Umfeld. Gemeinsam entsteht ein Raum für Zuhören, Verständnis und Veränderung. 

Die Methode wurde von Dominic Barter mit den Menschen in den Favelas von Rio de Janeiro entwickelt und ist inspiriert von der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg. Sie hat sich besonders bewährt, um selbst in hochkonfliktreichen Situationen Heilung und Verbindung zu ermöglichen. 

Restorative Circles können sich überall entwickeln: in Schulen, Teams, Wohngemeinschaften, Kirchen, Familien oder Nachbarschaften. Jeder Mensch kann einen Kreis initiieren.

Was erwartet dich inhaltlich?

Im Unterschied zu Mediation oder klassischen Meetings steht die Gemeinschaft im Mittelpunkt. Der Prozess basiert auf drei zentralen Prinzipien:
• Freiwilligkeit: Alle Beteiligten entscheiden sich bewusst für die Teilnahme und übernehmen Verantwortung für Vergangenheit und Zukunft.
• Gleichberechtigung: Keine Hierarchien – jede Person tritt als Mensch ein, unabhängig von Rollen oder Positionen.
• Offenes Ergebnis: Lösungen entstehen nicht vorab, sondern durch gemeinsames, tiefes Zuhören. 

Was nimmst du mit? 

Im Seminar erlebst du die Methode selbst und lernst:
• wie ein geschützter Kreis wirkt, in dem echtes Zuhören und Sprechen möglich wird
• wie du Sicherheit und Vertrauen im Raum aufbaust
• wie der Prozess strukturiert ist und angeleitet werden kann 

Du gehst mit praktischer Erfahrung, klarer Struktur und einem tieferen Verständnis für gemeinschaftliche Konfliktbearbeitung nach Hause 

Für alle, die mehr wollen: Wer die Methode vertiefen und umsetzen möchte, hat die Möglichkeit, im kommenden Jahr an einem Vertiefungsmodul teilzunehmen. 

Für wen ist dieses Seminar?  

Du bist herzlich eingeladen, egal ob du bereits in der Konfliktarbeit tätig bist, in einer Schule oder Organisation arbeitest, dich in einem Verein, Wohnprojekt oder deiner Nachbarschaft engagierst oder einfach nur neugierig bist, wie Gemeinschaften zu einem neuen Verständnis und Umgang mit Konflikten finden können. Du brauchst keine Vorkenntnisse – nur die Bereitschaft, offen zu sein und dich auf das Miteinander einzulassen. 

 Für weiteres Interesse können diese Interviews mit Dominic Barter angesehen werden: 

  1. Gemeinschaft und Heilung, ein ausführliches Gespräch mit Dominic Barter über Restorative Justice als beziehungsorientierten Ansatz. Themen sind Gemeinschaft, Konflikttransformation, Dialog und gesellschaftliche Heilungsprozesse.
  2. Vortrag bzw. Gespräch aus dem Jahr 2025 zu gesellschaftlichen, politischen und transformativen Fragen.
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    • Als Bildungsurlaub buchbar
    Kurs
    Kurs-Nr.: 27-4-02
    • Mi. 10.02.2027 – Fr. 12.02.2027
    • 9:30-16:15
    • Friedensbildungswerk,
      Obenmarspforten 7-11, 50667 Köln
    • Hannah Hartenberg
    • Dauer: 24 Ustd
    • 330€ (ermäßigt 280€), Firmenpreis 400€