Dialog mit Andersdenkenden

Andersdenkende haben die starke Neigung, sich aus dem Weg zu gehen. Das ist verständlich, da keine der beiden Seiten erwartet, dass eine Auseinandersetzung miteinander in irgendeiner Weise konstruktiv wird. Nur: Wer Andersdenkenden aus dem Weg geht, kann keinen Einfluss auf deren Einstellungen ausüben. Und genauso ist es bei denjenigen, die zwar die Begegnung suchen, aber nur auf Konfrontation aus sind.
Einfluss auf die Einstellungen anderer kann man nicht erzwingen, man kann ihn sich aber ‚verdienen‘, indem man sich aufrichtig bemüht, Dialoge auf einem bestimmten Niveau zu führen. Doch Vorsicht: Dieses Niveau wird nicht dadurch erreicht, dass Menschen abwechselnd Monologe halten. Es wird hingegen vor allem dadurch bestimmt, wie groß die Bereitschaft und Fähigkeit mindestens einer der beteiligten Personen ist, die Meinungen anderer umfassend verstehen zu wollen. Es ist möglich ein solch umfassendes Verständnis für die Meinungen anderer zu entwickeln, auch dann, wenn du diese Meinungen ganz entschieden ablehnst. Es braucht allerdings eine ganze Reihe von Teilfähigkeiten dazu.
In diesem dreitägigen Bildungsurlaub werden auf Basis der Arbeiten von Marshall B. Rosenberg konkret umsetzbare Schritte aufgezeigt, durch welche du diese Teilfähigkeiten in verschiedenen Formaten trainieren kannst.
Und du wirst dabei am eigenen Leib erleben: Sobald eine andere Person in einem Dialog mit dir umfassendes Verständnis für deine vorgebrachte Meinung aufbringt, bist du weitaus offener dafür, dich mit ihrer Meinung auseinander zu setzen und deine Einstellung zumindest zu überdenken! Dies passiert auch dann, wenn eure Meinungen himmelweit auseinanderliegen.
Der Bildungsurlaub besteht aus einem abwechslungsreichen Ablauf von kurzen theoretischen Inputs, Gruppengesprächen, Kommunikationsübungen und Rollenspielen.Geleitet wird das Seminar von Jochen Hiester, langjährigem Trainer für Gewaltfreie Kommunikation, Konfliktbearbeitung und Mediation.